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Die Welt zu Gast an der Mosel

Die Welt zu Gast an der Mosel

BERNKASTEL-KUES. Paten für die WM-Teilnehmerländer gesucht: Bis 15. Januar können sich Weinbaugemeinden von Mosel, Saar und Ruwer als Paten für die Fußball-WM melden und sich als weltoffene Ferienregion präsentieren.

Dass Wein und Fußball-WM zusammenpassen, davon ist Hubert Friedrich, Leiter des Dienstlei-stungszentrums Ländlicher Raum (DLR) in Bernkastel-Kues, fest überzeugt. "Wir wollen dieses Motto und die sportliche Großveranstaltung nutzen, um für die Ferienregion Mosel und das größte Steillagenweinbaugebiet zu werben", heißt es beim DLR. Deshalb sucht das Dienstleistungszentrum bis zum 15. Januar mindestens 32 Weinbaugemeinden, die Patenschaften übernehmen für die Nationen, die bei der Fußball Weltmeisterschaft in Deutschland antreten. Jeder teilnehmenden Weinbaugemeinde werde eine Nation zugelost, die im April und Mai im Zentrum zahlreicher Aktivitäten im Ort stehen soll, erklärt Hubert Friedrich das geplante Prozedere. "Der Kreativität der Weinbaugemeinden sind keine Grenzen gesetzt", sagt er. Von kulinarischen Genüssen oder kulturellen Veranstaltungen über sportliche Aktivitäten ist alles möglich. Projekttage in Kindergärten und Schulen zu den Patennationen oder die Blumen-Bepflanzung einer Weinbergsbrache in den Nationalfarben des Partners sind weitere Ideen des DLR. "Es müssen keine riesigen Veranstaltungen sein", erklärt der Leiter des DLR. Höhepunkt und Abschluss der Aktion soll das große das "Fest der Nationen" am Abend vor dem offiziellen Startschuss der WM sein. Dort können sich alle teilnehmenden Weinbaugemeinden und Vertreter der Patennationen zusammen auf das sportliche Großereignis einstimmen. Ziel der Aktion des DLR in Bernkastel-Kues ist es, durch die Kooperation von Weinbau und Tourismus "die regionale Identität zu stärken", erklärt Friedrich auf TV-Anfrage. Man wolle das Weinbaugebiet als weltoffene Ferienregion präsentieren. Deshalb wirbt er dafür, dass sich möglichst viele Gemeinden beteiligen und den Wettkampf um das kreativste Konzept aufnehmen. Es heiße nicht automatisch, dass die Gemeinden, denen die größten Fußballnationen zugelost würden, auch die besten Projekte auf die Beine stellten, sagt er. Sollten sich nicht genügend Patengemeinden melden, werde das Projekt "Die Welt zu Gast bei Freunden... an der Mosel" jedoch nicht in die Tat umgesetzt, erklärt Friedrich. Damit das aber nicht passiert, bietet das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum zumindest seine Arbeitskraft und logistische Unterstützung an. Außerdem gebe es "zarte Kontakte" zum Organisationskomitee (OK) der Fußball-Weltmeisterschaft, die bei der ein oder anderen Veranstaltung in der Region sicherlich hilfreich sein könnten. Einen Etat gibt es für die Aktion allerdings nicht, die Gemeinden müssen die entstehenden Kosten selbst tragen. Geringe finanzielle Mittel seien allerdings "ein guter Motor für Kreativität", hofft Friedrich. Denn er wünscht sich, dass WM und Wein tatsächlich zusammen finden. Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.dlr-mosel.rlp.de.