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Dienstwagen der rot-grünen Landesregierung sind meist Spritfresser

Dienstwagen der rot-grünen Landesregierung sind meist Spritfresser

Nur sechs der 22 Dienstlimousinen, die von den Ministern und Staatssekretären der rot-grünen Landesregierung in Rheinland-Pfalz genutzt werden, halten den EU-Grenzwert für Kohlendioxid-Emissionen ein. Dies hat eine Recherche des Trierischen Volksfreunds ergeben.

Der EU-Zielwert liegt bei einem Ausstoß von 140 Gramm CO2 pro Kilometer. Der Durchschnittswert der Dienstwagen-Flotte der Landesregierung liegt bei 170,6 Gramm.

Besonders klimafeindliche Fahrzeuge werden demnach im Landesbildungsministerium gefahren. Staatssekretär Michael Ebling (SPD) wird in einem BMW 740i chauffiert, der im Mai dieses Jahres angeschafft wurde, 232 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt und im Schnitt 9,9 Liter Super verbraucht. Auch der Dienstwagen der Ministerin Doris Ahnen (SPD, sie wird im Mercedes E 350 mit einem CO2-Ausstoß von 201 Gramm je Kilometer gefahren) gilt als Stinker. Angaben zum Dienstfahrzeug des Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) macht die Mainzer Regierung aus Sicherheitgründen nicht.

Aus einer Liste der geplanten Neuanschaffungen in diesem und im kommenden Jahr geht hervor, dass von zehn geplanten neuen Fahrzeugen nur noch drei über dem EU-Grenzwert liegen werden. Allerdings stehe die Beschaffung - alle Dienstwagen werden für längstens ein Jahr geleast - "zuvorderst unter dem Gebot der Wirtschaftlichkeit", sagte eine Sprecherin der Landesregierung.