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Drei, zwei, eins, Wahlzeit! - Alles zum Wahlsonntag in der Region

Drei, zwei, eins, Wahlzeit! - Alles zum Wahlsonntag in der Region

Die Deutschen wählen einen neuen Bundestag. Er wird mehr Parteien und wohl auch mehr Abgeordnete haben als der jetzige. Davon könnten auch Politiker aus der Region profitieren.

Die Zeit des Wahlkampfs und der Umfragen ist vorbei: Am Sonntagabend steht fest, welche Parteien und Politiker in den neuen Bundestag einziehen werden. Bis zu 61,5 Millionen Wahlberechtigte, darunter gut drei Millionen Rheinland-Pfälzer, können darüber entscheiden.

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Viele haben es schon in den Wochen vor dem eigentlichen Wahltermin getan: Die Zahl der Briefwähler war nach Meinung von Experten so hoch wie nie zuvor. Über 30 Prozent der Wahlberechtigten könnten sich am Ende für die Briefwahl entschieden haben

In allen Umfragen liegen CDU/CSU seit Monaten deutlich vor der SPD. Alles andere als ein neuerlicher Wahlsieg der Union wäre somit eine faustdicke Überraschung. Vor vier Jahren lagen zwischen der Union und der zweitplatzierten SPD immerhin knapp 16 Prozentpunkte. Schneidet SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz besser ab als sein glückloser Vorgänger Peer Steinbrück? Oder gelingt dem 61-Jährigen womöglich doch noch die Sensation, und Schulz kann die seit zwölf Jahren amtierende Kanzlerin Angela Merkel ablösen?

Bleiben wir noch kurz bei der sogenannten Sonntagsfrage: Wenn die Umfragen nicht trügen, was in der Vergangenheit ja gelegentlich schon passiert ist, werden dem neuen Bundestag sieben Parteien angehören, zwei mehr als derzeit. Die FDP zieht demnach nach vier Jahren wieder ins Parlament ein, die rechtspopulistische AfD erstmals. Ein Ergebnis steht schon fest: Auch im nächsten Parlament werden wieder mehr als die 598 Abgeordneten sitzen, die das Bundeswahlgesetz vorsieht. Derzeit sind es 630 Parlamentarier.

Experten wie der Friedrichshafener Politikwissenschaftler Joachim Behnke halten es für denkbar, dass die Zahl der Volksvertreter auf bis zu 700 und mehr steigen könnte. Das liegt an den Überhang- und Ausgleichsmandaten. Denkbar, dass dies auch einem regionalen Bewerber das Berlin-Ticket sichern könnte. Derzeit kommen mit Peter Bleser, Bernhard Kaster, Patrick Schnieder (alle CDU), Katarina Barley (SPD), Corinna Rüffer (Grüne) und Katrin Werner (Linke) sechs Bundestagsabgeordnete aus der Region Trier. Bis auf Bernhard Kaster kandidieren alle erneut, an seiner Stelle geht der Trier-Saarburger Andreas Steier mit guten Aussichten ins Rennen. Schneiden die Grünen besser ab als beim letzten Mal, könnte es mit Listenplatz vier sogar noch der Ex-Landtagsabgeordnete Dietmar Johnen (Vulkaneifelkreis) schaffen.

Aus regionaler Sicht ebenfalls interessant: In Arzfeld, Bitburg, Konz, Prüm und im Eifelkreis gibt es Bürgermeister- und Landratswahlen. Außer in Konz gehen überall die Amtsinhaber mit an den Start.