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Dreyer: Klima-Proteste nicht an Schulen vorbei organisieren

 Schüler bei einer „Fridays for Future“-Demonstration in Mainz. Foto: Andreas Arnold
Schüler bei einer „Fridays for Future“-Demonstration in Mainz. Foto: Andreas Arnold
Mainz. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Veranstalter der freitäglichen Klimaproteste zu Rücksicht auf die Schulen aufgerufen. „Ich habe großen Respekt vor Schülerinnen und Schülern, die sich engagieren für unsere Demokratie und für wichtige Dinge wie den Klimaschutz“, sagte die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). dpa

Zugleich mahnte sie mit Blick auf die Veranstalter: „Schaut zu, dass ihr die Schulen mit einbezieht. Bei uns in Rheinland-Pfalz läuft das ziemlich gut.“

Die Mainzer Ministerpräsidentin kritisierte zugleich FDP-Chef Christian Lindner wegen seiner Aussage, man könne von Kindern und Jugendlichen nicht erwarten, die Zusammenhänge der Klimakrise zu verstehen - das sei eine Sache für Profis. Darüber kann sich Dreyer nach eigenen Worten nur wundern: „Die Kinder erfinden den Klimawandel ja nicht. Sie haben die Wissenschaft auf ihrer Seite.“

Bei den „Fridays for Future“-Demonstrationen gehen seit Wochen jeden Freitag Schüler auf die Straße, um für eine verantwortungsvollere Umweltpolitik zu demonstrieren. Aus Teilen der Politik gibt es Kritik daran, dass die Proteste oft in der Schulzeit stattfinden.