Dreyer: Personaldebatte in der SPD war nicht hilfreich

Dreyer: Personaldebatte in der SPD war nicht hilfreich

Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Malu Dreyer sieht die Personaldebatten in ihrer Partei und die Klimapolitik als Gründe für das „extrem schlechte Ergebnis“ bei der Europawahl. Das Klimathema habe sehr dominant im Mittelpunkt gestanden, sagte Dreyer am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

„Man kann ja auch sagen, Gott sei Dank, es ist gut so.“ Die SPD sei mit diesem Thema aber nicht so stark verbunden worden. „Bei sozialen Themen konnten wir schon punkten, das trauen uns die Menschen auch zu, sie wissen, dass wir dafür stehen, aber bei den ökologischen Themen nicht so“, sagte Dreyer. Die SPD brauche bei diesem Thema ein noch klareres Profil.

Dreyer kritisierte die Debatte in ihrer Partei über den Vorsitz. „Es ist sicherlich nicht hilfreich, wenn wir immer wieder Personaldebatten haben und keine Geschlossenheit aufweisen“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin. „Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen davon wirklich genervt sind.“ Dies sei „eine Zeit lang richtig gut gegangen, aber kurz vor den Wahlen haben wir leider zuletzt wieder solche Debatten gehabt, und das ist nicht gut für uns“. Dass die SPD in Rheinland-Pfalz besser abgeschnitten habe als im Bund habe sicherlich auch mit der Spitzenkandidatin Katarina Barley zu tun. Barley wohnt in der Nähe von Trier.

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