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Dreyers Appell vor hartem Corona-Lockdown: Einzelhandel unterstützen

Hilfe : Dreyers Appell vor dem harten Corona-Lockdown: "Bestellen Sie beim örtlichen Einzelhandel"

Ab Mittwoch schließen viele Geschäfte in Rheinland-Pfalz. "Der Kampf gegen die Corona-Pandemie ist ein Marathon, kein Sprint", äußerte sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin offen zur Zukunft nach dem 10. Januar 2021. Sie verteidigte, dass Kitas im Land offen bleiben.

Vor dem Lockdown am Mittwoch hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) an die Rheinland-Pfälzer appelliert, Geschäfte in der Region weiter zu unterstützen. "Bestellen Sie bei Ihrem örtlichen Einzelhandel. Unterstützen Sie die lokalen Geschäfte in Ihrer Umgebung. Die allermeisten bieten Abhol- oder Lieferservice an", sagte Dreyer in einer Regierungserklärung im Mainzer Landtag.

Die harten Einschnitte vor Weihnachten - viele Geschäfte im Einzelhandel schließen ihre Tore ab Mittwoch bis zum 10. Januar 2021 und fürchten um Existenzen - verteidigte Dreyer. Es sei "traurige Tatsache", dass immer mehr Rheinland-Pfälzer "an und mit Covid-19 sterben". Es brauche eine "radikale Senkung der Infektionszahlen", um Kliniken und Hotspots zu entlasten.

Ging es um die Zukunft, räumte die Triererin zugleich ein, dass sich der Alltag nach dem 10. Januar nicht schlagartig normalisieren werde. Der Kampf gegen die Corona-Pandemie sei ein Marathon, kein Sprint. "Erst an Weihnachten sehen wir die Ansteckungen von heute. Und eine Entspannung in den Krankenhäusern ist frühestens für Mitte Januar zu erwarten", so Dreyer, die betonte, dass sich das Land auf verschiedene Szenarien vorbereite. Sobald der Impfstoff zur Verfügung stehe, werde Rheinland-Pfalz mit mobilen Teams in Alten- und Pflegeheimen mit Impfungen beginnen, kündigte sie an.

Dass Kitas in Rheinland-Pfalz weiter im Regelbetrieb offen bleiben, verteidigte Dreyer. "Wir müssen für die Kleinen eine gute und sichere Betreuung gewährleisten." Erzieherinnen kritisierten die Entscheidung scharf, warnten vor Überlastung und gesundheitlichen Gefahren. Christian Baldauf, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2021, griff die rot-gelb-grüne Landesregierung an. Diese lasse die Kitas und deren Träger beim Gesundheitsschutz alleine, eine Teststrategie fehle. "Die Landesregierung handelt planlos", kritisierte Baldauf im Mainzer Landtag.