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Drogenhändler aus Traben-Trarbach zu 9000 Euro Strafe verurteilt

Drogenhändler aus Traben-Trarbach zu 9000 Euro Strafe verurteilt

Als vermeintliche Räuchermischungen, Pflanzendünger und Badesalze vertrieb er synthetische Drogen über das Internet - nun wurde ein 37-Jähriger aus Traben-Trarbach zu einem Jahr auf Bewährung und einer Geldauflage von 9000 Euro verurteilt.

(dpa/lrs) Dies teilte die Staatsanwaltschaft Trier am Dienstag zum Urteil des Amtsgerichts Bernkastel-Kues mit. Der Mann hatte von Mitte 2009 an bis Anfang 2010 in 51 Fällen Räuchermischungen verkauft, die synthetische Cannabinoide enthielten - und damit gegen das Arzneimittel- und das Betäubungsmittelgesetz verstoßen. Der Strafbefehl ist inzwischen rechtskräftig.

Die von dem 37-Jährigen vertriebenen Produkte werden auch als „Legal Highs“ bezeichnet, sagte Staatsanwalt Jörn Patzak. Sie werden im Internet als vermeintlich legale Substanzen zu Grammpreisen zwischen 10 und 30 Euro angeboten - sind aber Rauschmittel, die in der Regel geraucht, gesnieft oder intravenös konsumiert werden. Es seien Fälle bekannt, in denen es nach dem Konsum der Produkte zu schweren oder lebensgefährlichen Vergiftungen mit Kreislaufversagen, Ohnmacht oder Psychosen gekommen war.

Als erstes „Legal High“ kam nach Angaben von Patzak im Jahr 2008 die Kräutermischung „Spice“ auf den Markt, gefolgt von unzähligen Nachfolgeprodukten mit Namen wie „Winterboost“ oder „Monkees go Bananas“. Heute gebe es rund 40 synthetische Substanzen, die in der Szene kursierten, sagte er.

Legal Highs