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Ecclestone: Vertrag mit Hockenheim wird respektiert

Ecclestone: Vertrag mit Hockenheim wird respektiert

Heißes Rennen um die Formel 1: Chef-Promoter Bernie Ecclestone hat jetzt den Streit der beiden deutschen Rennstrecken Hockenheimring und Nürburgring um die Austragung der Königsklasse des Motorsports zunächst entschärft. Auf der nordbadischen Strecke sollen demnach zwei Formel-1-Rennen in den Jahren 2016 und 2018 stattfinden. Der künftige Nürburgring-Besitzer Capricorn geht unterdessen fest davon aus, demnächst mit Ecclestone den angestrebten Nürburgring-Vertrag abzuschließen

"Wir respektieren den Vertrag mit Hockenheim", erklärte Bernie Ecclestone im Gespräch mit der Rhein-Zeitung. Im nordbadischen Hockenheim sollen zwei Formel-1-Rennen in den Jahren 2016 und 2018 stattfinden. "Wir halten die getroffenen Absprachen ein", versprach der Promoter.

Die beabsichtigte Bindung an den Nürburgring ist für Ecclestone aber dennoch keineswegs vom Tisch. Denn zugleich bekannte sich der Londoner Milliardär gegenüber der Rhein-Zeitung zu der angestrebten, langfristigen Partnerschaft mit dem neuen Ring-Eigentümer Capricorn. "Ich hoffe, dass wir handelseinig werden", meinte Ecclestone. "Wir brauchen allerdings eine europäische Fahrerfeldgebühr", ergänzte der Chef der Formula One Group, die für die Vermarktung der alljährlichen Formel-1-Weltmeisterschaft verantwortlich ist. Ecclestone möchte am Ring eine ähnliche Vereinbarung wie in Spa, wo der Große Preis von Belgien ausgetragen wird. Dort kam der Formel-1-Boss den Veranstaltern mit einem Modell entgegen, dass Ecclestone seinen finanziellen Schnitt ermöglicht und die Regionalregierung von Wallonien nicht über Gebühr belastet. Dabei dürfte der Formel-1-Boss von der klassischen Fahrergebühr von rund 20 Millionen Euro abgerückt sein.

Der künftige Ring-Eigentümer Robertino Wild, Geschäftsführer von Capricorn, ist fest davon überzeugt, dass "wir den angestrebten Vertrag mit Ecclestone demnächst zum Abschluss bringen", erklärte er im Gespräch mit der Rhein-Zeitung. Und weiter: "Ich sehe mich im besten Einvernehmen mit unserem Partner Ecclestone."

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