Eifeler Polizist angeklagt

Die Staatsanwaltschaft hat einen Polizisten aus der Eifel wegen Betrugs und Urkundenfälschung angeklagt. Der 50-jährige Beamte soll in zwei Fällen LKW-Fahrer mit gefälschten Knöllchen abkassiert haben.

Trier/Bitburg. (sey) Keine schönen Zeiten für Triers Polizeipräsident Manfred Bitter: Erst schießen zwei seiner Beamten auf einen Bankräuber, der keiner ist. Dann wird ein leitender Polizist suspendiert, weil er eine Frau sexuell belästigt haben soll. Und nun erhebt die Staatsanwaltschaft Trier auch noch Anklage gegen einen Bitburger Polizisten, der Brummi-Fahrer mit gefälschten Gebührenblöcken abkassiert haben soll.

Gegen den 50-jährigen Polizeibeamten war fast anderthalb Jahre lang ermittelt worden. Ein spanischer Lastwagenfahrer hatte die Sache ins Rollen gebracht. Er war seinerzeit auf der Bundesstraße 51 nahe Scharfbillig (Eifelkreis Bitburg-Prüm) von dem Beamten kontrolliert worden und musste Verwarnungsgeld zahlen. Weil dem LKW-Fahrer das Prozedere seltsam vorkam, sprach er mit einer Bekannten darüber. Die Frau wiederum ging zur Staatsanwaltschaft. Ergebnis der seinerzeitigen Überprüfungen: Bei den vermeintlichen Polizei-Quittungen handelte es sich um Fälschungen.

"Der Beamte hat eingeräumt, die Quittungen auf seinem Computer selbst hergestellt zu haben", sagte damals der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Horst Roos. Roos' Vermutung, der Beamte könnte auf diese Weise häufiger abkassiert haben, ließ sich offenbar nicht erhärten. Angeklagt sei der Mann lediglich wegen zwei Fällen von Betrugs und Urkundenfälschung, sagte Oberstaatsanwalt Ingo Hromada.

Wann der Prozess vor dem Bitburger Amtsgericht stattfindet, ist noch offen. Laut Polizeisprecherin Monika Peters ist der Beamte seit dem Vorfall suspendiert. Sein Amt als erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Neuerburg hatte der Polizist nach Bekanntwerden der Vorwürfe niedergelegt.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort