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Ein Teil der Region könnte Nationalpark werden

Ein Teil der Region könnte Nationalpark werden

Arbeitsplätze schaffen, den Tourismus ankurbeln, heimatliche Identität stiften: Diese Ziele soll ein Nationalpark erfüllen, den die Landesregierung in Rheinland- Pfalz gründen will. Umweltministerin Ulrike Höfken sieht fünf geeignete Regionen, darunter zwei im Kreis Trier-Saarburg.

In Deutschland gibt es bislang 14 Nationalparks. Nur Rheinland-Pfalz und Baden- Württemberg haben noch keinen ausgewiesen. Das soll sich ändern: Bis 2013 wird laut Umweltministerin Höfken (Grüne) nach einem geeigneten Schutzgebiet gesucht. Sie hofft auf viele Vorschläge von Gemeinden oder Verbänden, die in der Bevölkerung auf breite Akzeptanz stoßen. Das Ministerium hat fünf Kriterien definiert: Das Gebiet soll 8000 bis 10 000 Hektar umfassen, weitgehend unzerschnitten von größeren Straßen und im Besitz der öffentlichen Hand sein sowie eine "herausragende Bedeutung für den Biotopverbund" haben. Die Natur soll auf 75 Prozent dieser Fläche regieren, also sich frei entwickeln. Während im Naturpark der Tourismus und die Erholung im Vordergrund steht, dürfen Besucher des Nationalparks nur auf ausgewiesenen Wegen wandern, Rad fahren oder reiten und an Rastplätzen picknicken. Grundsätzlich können sich alle Regionen im Land als Nationalpark bewerben. Höfken hat jedoch bereits fünf Gegenden identifiziert, die aus ihrer Sicht bestens geeignet wären: Saargau- Hochwald (Kreis Trier-Saarburg), Hochwald-Idarwald (Kreise Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Trier-Saarburg), Soonwald (Kreise Rhein-Hunsrück, Bad Kreuznach), Baumholder (Kreise Birkenfeld, Kusel) und Pfälzerwald (Kreise Donnersberg, Kaiserslautern, Bad Dürkheim, Südwestpfalz, Südliche Weinstraße). Der Trier-Saarburger Landrat Günther Schartz (CDU) zeigt sich skeptisch: "Ich frage mich: Braucht man das?" Er weist auf die Interessenkollision hin, wenn die Wälder auch wirtschaftlich für Holz und künftig verstärkt für Windkraft genutzt würden.