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Ein Wolfsangriff nun auch in der belgischen Eifel

Natur : Ein Wolfsangriff nun auch in der belgischen Eifel

Ein Wolf hat in Stoubach an der belgisch-deutschen Grenze eine Schafherde angegriffen. Vier Schafe wurden getötet, eines ist verschwunden.

Es handelt sich um den ersten offiziell bestätigten Wolfsangriff auf dem Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien. Das hat das Netzwerk Wolf der Wallonischen Region laut der Zeitung „Grenzecho“ am Freitagabend mitgeteilt.

Genetische Analysen hätten gezeigt, dass es sich bei dem Raubtier um einen Wolf deutsch-polnischer Abstammung handelt. Die Forstverwaltung werde sich mit dem Züchter in Verbindung setzen, um die Bedingungen der Entschädigung zu erläutern. Die zuständigen Dienststellen in Deutschland und Luxemburg seien benachrichtigt worden.

Den Angaben zufolge muss sich der Angriff zwischen dem 11. und 14. Juli ereignet haben. Ebenfalls am Freitag war im nahen Roscheid im Eifelkreis Bitburg-Prüm ein Wolfsangriff auf eine Schafherde durch einen DNA-Probe amtlich bestätigt worden.

Damit zieht das Raubtier in der Region immer größere Kreise. Ob auch der Angriff auf einen Kälberstall in Nidrum am 10. Juli (das GE berichtete) auf einen Wolf zurückzuzführen ist, steht noch nicht fest. Für diesen Fall seien die genetischen Analysen noch im Gange, hieß es am Freitagabend.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm, gleich hinter der deutsch-belgischen Grenze, sind seit dem 16. Juli mehrere Attacken auf Schafe und Rinder gemeldet worden. Die Zusammenarbeit zwischen den Regionen werde es ermöglichen, auf der Grundlage einer DNA-Analyse eine mögliche Verbindung zwischen diesen Angriffen herzustellen, heißt es abschließend in der Mitteilung.