Eine Glocke für Limburg und die Heilige Katharina

Eine Glocke für Limburg und die Heilige Katharina

Mehr als 300 Kilo wiegt die Glocke, die im Limburger Dom höchste Töne anschlagen soll. Etwas Geduld ist bis dahin aber noch nötig - der Technik wegen.

Im Limburger Dom erklingt künftig eine zusätzliche Glocke. Mithilfe eines Krans und vor den Augen von Schaulustigen wurde die 376 Kilo schwere Glocke am Dienstag in den Südturm der Kathedrale gehoben. „Sie bildet als die höchste der acht Glocken die Klangkrone und wird auch immer als erste geläutet werden, wenn volles Geläut zu den Festen ruft“, sagte Domdekan Thomas Löhr. Gegossen wurde sie aus Kupfer und Zinn und ist Katharina Kasper, der ersten Heiligen des in Hessen und Rheinland-Pfalz liegenden Limburger Bistums, gewidmet.

Es sind allerdings noch einige Tage der Feinarbeit nötig, bis die Glocke ihr hohes C anstimmen darf: Das elektronische Läutewerk sei sehr kompliziert, erläuterte Weihbischof Löhr. „Es muss alles gut angeschlossen und angepasst werden.“. Am Tag vor dem 1. Advent (30. November) soll die Glocke das erste Mal mit dem Domgeläute zu hören sein.

Nach Angaben des Bistums hatte eine Limburger Familie die Glocke auf Initiative der Dompfarrei gestiftet. Sie wurde demnach im Sommer in Gescher (Nordrhein-Westfalen) gegossen. „Glocken sind ein Kulturgut und jede Glocke ist ein Kunstwerk“, sagte Löhr. „Es braucht höchstes Können, um eine Glocke zu gießen und trotzdem kann man nie ganz genau wissen, ob der Guss gelingt.“

Bischof Georg Bätzing hatte die Glocke bereits im Oktober geweiht, ein Jahr nach der Heiligsprechung von Katharina Kasper (1820-1898). Kasper ist die Gründerin der Ordensgemeinschaft Dernbacher Schwestern im Westerwald, die sich um Alte und Kranke kümmert. Die bisherigen Glocken tragen Domdekan Löhr zufolge Namen wie Georg, Nikolaus, Erlöser, Maria und Josef. Die Namenspatronin für den Neuzugang sei eine Frau, „die uns sehr nahe steht“.