Tipps für den Alltag So einfach geht Stromsparen in der Weihnachtszeit

Die Zimtwaffelpfanne arbeitet auf Hochtouren, im Ofen backt das Spritzgebäck und draußen erstrahlen die Lichterketten. Das alles frisst zwar Strom, verzichten möchten einige darauf trotzdem nicht. Das ist auch nicht nötig: Mit diesen Tipps lässt sich auch zur Weihnachtszeit Energie sparen.

 Lichterketten bringen Glanz in die dunkle Vorweihnachtszeit. Manche von ihnen sind jedoch wahre Energiefresser.

Lichterketten bringen Glanz in die dunkle Vorweihnachtszeit. Manche von ihnen sind jedoch wahre Energiefresser.

Foto: dpa-tmn/Christin Klose

Ohne die Weihnachtsbeleuchtung und den Duft nach Plätzchen in der Luft wäre die Vorweihnachtszeit ziemlich trist – aber wahrscheinlich auch energiesparender. Im Winter verbringen die meisten noch mehr Zeit zu Hause, die Heizungen müssen aufgedreht und das Licht früher eingeschaltet werden. Die zusätzliche Belastung durch Lichterketten und gemeinsame Backstunden kann am Ende doch recht teuer werden.

Stromsparen fängt beim Einkauf an: Diese Lichter sind am effizientesten

Muss es das aber nicht. Vor allem dann nicht, wenn man vorausschauend einkauft. Wer direkt zu Lichterketten greift, die LEDs statt Glühlämpchen verwenden, kann laut Verbraucherzentrale einiges an Geld sparen. Genau genommen zehn bis 20 Euro, wenn die Beleuchtung über zwei Monate lang großflächig im Einsatz ist. Der Grund: „LEDs haben bei gleicher Helligkeit einen fünf bis zehn Mal niedrigeren Stromverbrauch als Glühlampen“, berichtet die Verbraucherzentrale

Auf diese Weihnachtsbeleuchtung sollten Sparer verzichten

Die wahren Energiefresser sind jedoch nicht Glüh- oder Halogenlämpchen, sondern Beleuchtungen, die mit Batterien betrieben werden. Die Verbraucherzentrale warnt: „Batteriestrom ist 300-mal teurer als Strom aus der Steckdose.“ So werde das erzeugte Licht extrem teuer. Dazu kommt, dass Batterien regelmäßig ausgetauscht werden müssen. „Damit fällt viel Sondermüll an“, berichtet die Verbraucherzentrale weiter.

Abgesehen davon sollten Verbraucher nur Weihnachtsbeleuchtung kaufen, die mit dem Prüfsiegel GS (geprüfte Sicherheit), dem VDE-Zeichen oder dem TÜV-Siegel gekennzeichnet sind. Mit dem CE-Hinweis sei hingegen keine Sicherheit garantiert, warnt die Verbraucherzentrale. Liegen einer Verpackung keine Angaben zur Elektronik, Sicherheitshinweise oder eine deutsche Bedienungsanleitung bei, sei ebenfalls Vorsicht geboten. Abgesehen davon warnt die Verbraucherzentrale vor Schadstoffen in Weihnachtsbeleuchtung. Sie rät dazu, „seltsam riechende Lichterketten besser im Geschäft liegen zu lassen“.

Licht aus – Die effizienteste Art, um Strom zu sparen

Doch egal ob Batterien, LEDs oder Glühlampen: Am meisten Strom sparen Verbraucher dann, wenn die Beleuchtung aus ist. Die Verbraucherzentrale schreibt deshalb: Nachts oder wenn niemand da ist, können die Lichter ausbleiben. Dabei können auch Zeitschaltuhren helfen, die manchmal schon in der Beleuchtung integriert sind. Mit denen schalten sich die Lichter ab einer bestimmten Leuchtdauer oder Uhrzeit automatisch aus.

Tür zu und Deckel drauf: Energie beim Backen und Kochen sparen

Ob beim Weihnachtsessen oder beim Plätzchen-Backen: In der Weihnachtszeit kommt der Ofen in einigen Haushalten noch häufiger zum Einsatz als sonst. Wer dabei auf seine Stromkosten achten möchte, dem empfiehlt die Verbraucherzentrale, wenn möglich mit Umluft anstatt mit Ober- und Unterhitze zu backen. Das spare bis zu 15 Prozent Energie. Außerdem können Köche bei vielen Gerichten auf das Vorheizen verzichten.

Und auch das Nachbacken können Verbraucher um einiges sparsamer gestalten. Die gesammelte Hitze sei in der Lage, das Gericht noch bis zu 15 Minuten, nachdem man den Ofen ausgeschaltet hat, fertig zu garen. Dafür ist es laut Verbraucherzentrale aber wichtig, die Ofentür während des Backens kaum oder gar nicht zu öffnen.

Der Wasserkocher als Geheimwaffe zum Stromsparen

Ein wahres Energiespar-Wunder kann auch der Wasserkocher sein. Denn wer sein Wasser darin und nicht auf dem Herd erhitzt, spart Zeit und damit auch Strom. Noch effizienter wird dieser Tipp laut Verbraucherzentrale, wenn Köche von vornherein nur so viel Wasser in den Kocher füllen, wie sie benötigen.

Beim Braten und Kochen wirken Deckel wahre Wunder. Dadurch bleibt die Hitze innen und man spart laut Verbraucherzentrale „Zeit und Geld“.

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