Entspannte Lage in der Eifel

Entspannte Lage in der Eifel

Sowohl im Eifelkreis Bitburg-Prüm als auch im Vulkaneifelkreis war die Hochwasser-Lage am Wochenende relativ entspannt. „Wir sind glimpflich davongekommen“, sagt Wehrleiter Richard Wirtz, der mit Irrel und Bollendorf die am stärksten vom Hochwasser betroffenen Gemeinden betreut.

Sehr viel höher hätte das Wasser allerdings nicht steigen dürfen: Bei 20 Zentimetern mehr wäre in Irrel „Land unter“ gewesen. So jedoch mussten in Bollendorf und Irrel nur einige Keller leer gepumpt werden. Eine geringe Zahl vollgelaufener Keller war auch das Schlimmste, was es entlang der anderen Eifel-Flüsse zu beklagen gab. Da fast alle Pegel seit Samstag sinken, entspannt sich die Lage weiterhin.

Flussticker aus den Eifelkreisen:

Sauer: Selbst am Sorgenkind unter den Eifelflüssen, der Sauer, ist die Lage am Wochenende entspannt geblieben. Seinen Höchststand (mehr als 4,60 am Pegel Bollendorf) erreichte der Fluss, der normalerweise unter einem Meter Wasser führt, in der Nacht zum Samstag. Der Sauerstaden war bereits am Donnerstag vorsorglich gesperrt worden. Nach Auskunft des Wehrleiters Richard Wirtz waren die Anwohner gut vorbereitet. Zudem haben die rund 50 Feuerwehrleute, die in der Verbandsgemeinde Irrel im Einsatz waren, Sandsäcke verteilt. Nicht einmal eine Handvoll Keller musste in Bollendorf leer gepumpt werden.

Prüm: Auch die Prüm war auf ein Vielfaches ihrer sonstigen Größe angeschwollen. Am Pegel Prümzurlay wurden in der Nacht zu Samstag rund vier Meter gemessen (normal 0,5 Meter). Zu Problemen führte dies vor allem in Irrel, wo laut Wehrleiter Richard Wirtz in der tief gelegenen Karthausstraße einige Keller volliefen. Die Irreler Hauptstraße war am Wochenende vorsorglich gesperrt worden. Sehr viel höher hätte das Wasser in Irrel nicht steigen dürfen: Bei 20 Zentimetern mehr wären weitere Straßenzüge überschwemmt worden.

Auch im Norden des Eifelkreises sorgte die Prüm für kleinere Überschwemmungen: In Lünebach stand die Grillhütte unter Wasser und in Waxweiler liefen drei Keller voll.

Nims: An der Nims war die Feuerwehr nach Auskunft von Klaus Dimmer, Wehrleiter der Verbandsgemeinde (VG) Bitburg-Land, vor allem vorsorglich im Einsatz, um gefährdete Anwesen mit Sandsäcken zu schützen. In Bickendorf gab es jedoch auch einige wenige Keller auszupumpen. Die einzige Straße, die gesperrt werden musste, war die K14 zwischen Messerich und Birtlingen. In der VG Prüm hat das Flüsschen keine Probleme bereitet.

Enz: Das Flüsschen Enz hat die Feuerwehr in Neuerburg auf Trab gehalten: Dort wurden einige Straßen und das Außengelände des Lidl-Marktes überschwemmt. Vorsorglich hatte die Feuerwehr 1000 Sandsäcke gefüllt, da die Gefahr bestand, dass auch der Neuerburger Marktplatz überflutet wird. Dazu kam es jedoch nicht. Auch die Verbandsgemeindeverwaltung blieb, anders als befürchtet, vom Hochwasser verschont.

Kyll: Obwohl auch die Kyll am Wochenende mit rund 2,70 Metern bei Kyllburg rund drei mal so viel Wasser führte wie normal, kam es in den Verbandsgemeinden Kyllburg und Speicher zu keinen hochwasserbedingten Feuerwehreinsätzen.

Lieser: Im Vulkaneifelkreis kam es an der Lieser zu keinen Problemen.

VG Daun: Klassische Hochwassereinsätze gab es für die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Daun keine. Allerdings hatten in Strohn und Meisburg verstopfte Gullis für überschwemmte Unterführungen gesorgt.