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Erdwärmekraftwerk: Amt sieht keine Probleme bei Probebetrieb

Das Geothermiekraftwerk in Landau. Foto: Ronald Wittek/Archiv
Das Geothermiekraftwerk in Landau. Foto: Ronald Wittek/Archiv FOTO: Ronald Wittek
Landau. Ein halbes Jahr nach dem Start des Probebetriebs beim umstrittenen Landauer Erdwärmekraftwerk fällt die Zwischenbilanz des Landesamts für Geologie und Bergbau positiv aus. „Nach unserem Dafürhalten läuft da alles gut“, sagte Thomas Dreher vom Landesamt auf Anfrage. Der Probebetrieb dauere immer noch an, weil der Betreiber vielfältige Test mache, „um auf der sicheren Seite in den Dauerbetrieb gehen zu können“. Wann dieser Punkt erreicht sei, könne man nicht sagen. „Der Unternehmer soll ohne Zeitdruck ruhig austesten, was er für technisch notwendig hält“, sagte Dreher. „Wenn alles erfüllt ist, müssen wir zulassen.“ dpa

Das Kraftwerk war vor vier Jahren abgeschaltet worden, nachdem sich der Boden in der Umgebung stellenweise gehoben hatte. Als Ursache galt Wasser, das aus dem Anlagensystem austrat. In der Bevölkerung gab es Protest. Inzwischen wurde die Anlage nach Angaben der Betreiber saniert. Die Anlage soll mit heißem Wasser aus 3000 Metern Tiefe Strom für etwa 4000 Haushalte erzeugen.

„Der Probebetrieb läuft unseren Erwartungen entsprechend gut“, sagte ein Sprecher des Bohrtechnik- und Geothermieunternehmens Daldrup&Söhne, des Hauptanteilseigners. „Von daher sind wir zuversichtlich, dass wir in Bälde in den Regelbetrieb übergehen können.“ Genau könne man es aber ohne vorherige Abstimmung mit den Behörden nicht sagen.

Der Probebetrieb dauert allerdings länger als zunächst geplant. Im Dezember hatte ein Sprecher des Landesamts gesagt, die Betreiber hätten eine Fristverlängerung beantragt, weil das ein oder andere Gutachten nicht rechtzeitig fertig geworden sei.

Landesamt für Geologie und Bergbau zum Erdwärmekraftwerk Landau