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Unfall
Ermittlungen gegen Schiffsführer nach Havarie auf Mosel

FOTO: Klaus Kimmling / Klaus Kimmling/TV
Koblenz. Zwei Frachtschiffe sind am Dienstag bei einem frontalen Zusammenstoß auf der Mosel leckgeschlagen. Beide seien inzwischen bei Lehmen (Kreis Mayen-Koblenz) fest gesichert und erhielten „Pumphilfe“ von der Feuerwehr, teilte die Wasserschutzpolizei in Koblenz mit. Ursache des Unfalls sei vermutlich „ein Fehler im menschlichen Bereich“, sagte der Sprecher. dpa

Nach dem Zusammenstoß zweier Frachtschiffe auf der Mosel wird gegen den Schiffsführer eines Schubverbandes ermittelt. Das teilte die Wasserschutzpolizei am Mittwoch mit. Hintergrund ist, dass „menschliches Fehlverhalten“ als Unfallursache angenommen wird. Welchen Fehler der Schiffsführer begangen haben soll, sagte die Behörde mit Blick auf das laufende Verfahren nicht mit.

Bei der Havarie waren am Dienstag ein mit 1000 Tonnen Weizen beladener Frachter und ein mit 1600 Tonnen Kohle beladener Schubverband zusammengestoßen. Das Frachtschiff war zuvor aus der Schleuse Lehmen (Kreis Mayen-Koblenz) gefahren. Verletzt wurde niemand.

Zunächst hatten beide Schiffsführer ihre Fahrt fortgesetzt, bis sie Wassereintritt feststellten. Die beschädigten Schiffe wurden daraufhin bei Lehmen gesichert und erhielten „Pumphilfe“ von der Feuerwehr. Unter Aufsicht des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Koblenz wurde der Weizen des Frachters auf ein Güterschiff umgeschlagen. Bei dem Kohle-Schubverband war das den Angaben zufolge nicht nötig. Er konnte seine Fahrt am Mittwoch fortsetzen.

Meldung der Polizei