Erste Stadt in Rheinland-Pfalz: Landau erklärt Klimanotstand

Erste Stadt in Rheinland-Pfalz: Landau erklärt Klimanotstand

Als erste Stadt in Rheinland-Pfalz hat Landau den Klimanotstand erklärt. Der Stadtrat der pfälzischen Kommune habe einem entsprechenden Antrag mit großer Mehrheit zugestimmt, sagte Grünen-Fraktionschef Lukas Hartmann am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

„Das ist ein wichtiger Anfang.“ Künftig sollen bei Entscheidungen die Auswirkungen auf das Klima stärker berücksichtigt werden. Geplant sind etwa der Ausbau des ÖPNV-Angebots und der Fahrradinfrastruktur sowie das Pflanzen von 500 Bäumen. Bei Neubauten wie Garagen oder Carports sollen begrünte Dächer Pflicht werden.

Der Antrag wurde von Grünen, FDP und CDU eingebracht. Darin heißt es unter anderem: „Der Stadtrat der Stadt Landau erklärt den Klimanotstand und erkennt damit die Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität an.“ Die SPD-Opposition hält die in Aussicht gestellten Schritte für vage.

In Rheinland-Pfalz denken derzeit unter anderem auch Mainz, Trier und Koblenz darüber nach, den Klimanotstand zu erklären. Die Entscheidung von Landau kommt fast genau 100 Tage, nachdem Konstanz als erste Stadt in Deutschland dies am 2. Mai beschlossen hatte. Seitdem haben sich bundesweit Dutzende Städte angeschlossen und teils weitreichende Umweltschutzmaßnahmen wie etwa klimaneutrale Gebäude angeschoben.

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