Blick zum Himmel Eta-Aquariiden – So können Sie die Sternschnuppen im Mai sehen

Trier · Fast einen Monat lang sind die Eta-Aquariiden am Himmel zu sehen. Bei uns ist die Beobachtung der Sternschnuppen aber nicht so einfach. Wo sie am besten zu sehen sind.

 Eta-Aquariiden zeichnen sich vor allem durch einen Langen Schweif aus.

Eta-Aquariiden zeichnen sich vor allem durch einen Langen Schweif aus.

Foto: dpa/Matthias Balk

Die Zeit der Sternschnuppen beginnt langsam so richtig. Denn nach den ersten Lyriden-Schnuppen im April folgt ab Anfang Mai die Hochzeit der Eta-Aquariiden. Wer die Lyriden verpasst hat, sie waren dieses Jahr schwer zu sehen, kann sich auf die Aquariiden freuen. Die Chancen, sie zu beobachten, sind in diesem Jahr gut.

Wann kann man die Eta-Aquariiden am besten beobachten?

Die ersten Eta-Aquariiden waren bereits Mitte April am Himmel zu sehen. Ihren Höhepunkt erreichen die Sternschnuppen aber erst im Folgemonat. Wer sich etwas wünschen will, sollte sich die Nacht zum 6. Mai im Kalender markieren und in der Stunde vor der Morgendämmerung Ausschau halten. Dann werden die meisten Sternschnuppen zu sehen sein, erklärt die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Aber auch in den Tagen danach huschen die Eta-Aquariiden noch über den Nachthimmel. Ihre Zeit endet am 28. Mai.

Spielt der Mond bei den Sternschnuppen 2024 eine Rolle?

Wer die jährlichen Lyriden im April wegen des abnehmenden oder des Vollmonds verpasst hat, kann bei den Eta-Aquariiden außerdem mit mehr Glück rechnen. Denn gerade beim Maximum der Sternschauer im Mai ist Neumond. Das bedeutet, das Licht des Mondes stört beim Beobachten kaum.

Im kommenden Jahr könnte es allerdings zur Hochphase etwas schlechter aussehen. Dann ist der zunehmende Mond wohl bereits etwas zu hell. Zum Beginn dieser Sternschnuppen-Phase scheint 2025 jedoch der Neumond am Himmel. Da stehen die Chancen gut, einen Blick zu erhaschen.

Wodurch zeichnen sich die Eta-Aquariiden aus?

Wer Anfang Mai gerade Urlaub im Süden macht, hat besonderes Glück. Auch bei uns sind die Sternschnuppen sichtbar, auf der Südhalbkugel sind sie allerdings für knapp drei frühe Morgenstunden fast nicht zu übersehen. Das gilt für dieses Jahr, aber auch für nächstes Jahr, berichtet unter anderem die dpa. Die Eta-Aquariiden zeichnen sich vor allem durch ihre lang gezogenen Meteorbahnen aus. Das liegt an ihrem flachen Eintrittswinkel in die Atmosphäre.

Woher kommen die Sternschnuppen?

Die Eta-Aquariiden stammen vom Halleyschen Kometen. Dieser ist bereits seit mehr als zwei Jahrtausenden bekannt. Der deutsche Astronom Cuno Hoffmeister war der erste, der diesen Zusammenhang 1912 feststellen konnte. Für den Namen der Sternschnuppe gibt es gleich zwei Gründe. Einmal liegt die lateinische Bezeichnung für das Sternbild Wassermann (Aquarius) nahe. Der Radiant dieses Sternbilds, also der zentrale Punkt, aus dem die Sternschnuppen zu kommen scheinen, heißt außerdem Eta Aquarii.

Wie kann man die Sternschnuppen am besten sehen?

Besonders bekannt sind die Aquariiden für ihre Geschwindigkeit. Sie können bis zu 66 Kilometer pro Sekunde zurücklegen. Wer sie sehen will, sollte also genau hinschauen. Auch die Anzahl an Sternschnuppen pro Stunde, die durchschnittlich bei etwa 65 liegt (der Rekord für die Aquariiden war wohl 2013 bei mehr als 100) trügt etwas. Denn der Radiant des Sternbilds liegt hier nur bei etwa zehn Grad. Das bedeutet, dass nur ein Bruchteil der Sternschnuppen wirklich zu sehen sind, weil sie in einem flachen Winkel in die Atmosphäre eintreten.

Für die Eta-Aquariiden gilt dabei das gleiche wie für alle anderen Sternschnuppen: Je dunkler der Himmel, desto größer ist die Chance, eine zu erblicken. Daher ist es sich am besten, einen Aussichtspunkt außerhalb der Stadt zu suchen. In Städten ist es wahrscheinlicher, dass der Himmel durch viele Lichter verdeckt wird.

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