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Experte gibt Tipps: Wie sich Einbrecher abschrecken lassen

Experte gibt Tipps: Wie sich Einbrecher abschrecken lassen

Lasse ich die Jalousien unten, wenn ich wegfahre? Was kann ich machen, damit der Briefkasten nicht überquillt? Wilfried Plohmann hört diese Fragen häufig. Der Trierer Polizist berät Menschen dabei, sich vor Einbrüchen zu schützen. Dem TV verrät er die wichtigsten Tipps.

Trier. "Eingebrochen wird zwölf Monate im Jahr, nicht nur in der Urlaubszeit", sagt Wilfried Plohmann. Deshalb haben die Präventionsexperten der Trierer Polizei auch das ganze Jahr über zu tun. Die Ratsuchenden wollen wissen, wie sie ihre Wohnung am besten vor Einbrechern schützen können. Haus- und Wohnungsbesitzer können einige Vorkehrungen treffen, bevor sie ihr Heim verlassen:

Das Haus verriegeln!
Experte Wilfried Plohmann rät dazu, im Haus alles zu verriegeln, was möglich ist. "Die Haustür sollte nicht nur zugezogen, sondern auch wirklich abgeschlossen werden", sagt er. Und: "Die Fenster bloß nicht kippen, sondern schließen!" Erfahrene Einbrecher brauchten nur Sekunden, um sich mit einem Schraubenzieher Zutritt in eine Wohnung zu verschaffen. "Ihnen geht es darum, dass alles schnell und unauffällig läuft", sagt Plohmann. "Wenn sie zu lange brauchen, um Schlösser zu knacken, ziehen sie wahrscheinlich schon wieder weiter."

Die Nachbarn einschalten! Vor allem in der Urlaubszeit kann es passieren, dass der Briefkasten überquillt, die Mülltonnen tagelang auf der Straße stehen oder die Rollläden konsequent verschlossen sind. Dann schöpften Einbrecher Verdacht, sagt Plohmann. Er rät Bürgern, die ihre Wohnung für einige Tage verlassen, die Nachbarn um Hilfe zu fragen. Diese könnten die Post holen und je nach Tageszeit auch die Jalousien hochziehen und herunterlassen. Wem es am hilfsbereiten Nachbarn fehle, der könne bei der Post beantragen, dort alle Zuschriften während der Ferien lagern zu lassen.

Abwesenheit geheim halten!
Viele Menschen, die ihr Zuhause in den bevorstehenden Herbstferien für einige Tage oder gar Wochen verlassen, posten Fotos ihres Aufenthalts auf Facebook, Twitter oder Instagram. Plohmann rät davon ab, weil potenzielle Einbrecher über die sozialen Netzwerke davon erfahren könnten. Der Polizist empfiehlt auch, auf dem Anrufbeantworter keine Spur zu hinterlassen. Eine Nachricht wie "Ich bin bis zum 13. Oktober nicht daheim" gebe dreisten Dieben die Sicherheit, dass sie eine Tat in aller Sorgfalt planen könnten. Urlauber sollten ebenso Nachbarn dazu anhalten, Fremden nichts über die Reisepläne zu verraten.

Auf die richtige Technik setzen! Zum Beispiel auf Lampen, die über Zeitschaltuhren angeschaltet werden. Oder: Türen und Fenster mit Prüfsiegel.
Es gibt Polizeiexperte Wilfried Plohmann zufolge reichlich Technik, um sich gegen Einbrüche besser zu schützen.
Das Zentrum Polizeiliche Prävention berät kostenlos zu Fragen des Einbruchs- und Gebäudeschutzes. Es ist erreichbar unter Telefon 0651/97791256 und per E-Mail an die folgende Adresse:
beratungszentrum.trier@polizei.rlp.de