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Experte: Streit könnte Vorwand für Opel-Schließungen werden

Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz. Foto: Uli Deck/Archiv
Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz. Foto: Uli Deck/Archiv FOTO: Federico Gambarini
Rüsselsheim. Wegen der stockenden Sanierungsverhandlungen beim Autobauer Opel dringen die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer und andere Sozialdemokraten in Opel-Ländern auf die Einhaltung von Zusagen und Verträgen. Dreyer, Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel, Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles warnten nach Mitteilung vom Montag den Chef des neuen Mutterkonzerns PSA, Carlos Tavares, vor einer Sackgasse bei der anstehenden Richtungsentscheidung. dpa

Der Streit um die Sanierung des Autobauers Opel birgt nach Auffassung eines Experten erhebliche Risiken für die deutschen Werke. Dass die IG Metall mit politischer Unterstützung auf die Einhaltung bestehender Tarifverträge poche, könnte dem neuen Mutterkonzern PSA als Vorwand für bislang ausgeschlossene Werkschließungen dienen, sagte der Direktor des CAR-Centers an der Universität Duisburg-Essen, Ferdinand Dudenhöffer, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Am Ende könnte die Schließung der beiden Opel-Werke in Kaiserslautern und Eisenach stehen.“ Nur der Stammsitz Rüsselsheim sei wegen der dort sitzenden Entwicklung und der sehr modernen Produktion für PSA unverzichtbar.