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Falsche Polizisten halten Autos an und bestehlen Urlauber

Falsche Polizisten halten Autos an und bestehlen Urlauber

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage haben falsche Polizisten in der Eifel ein älteres Ehepaar angehalten und bestohlen. Die Polizei gibt jetzt Tipps, wie echte Kollegen von falschen unterschieden werden können.

Wer rechnet schon damit, bei einer vermeintlichen Polizeikontrolle Banditen in die Hände zu fallen? Am Donnerstag ist genau das einem älteren Ehepaar aus Mainz passiert. Die beiden waren auf der Heimfahrt aus Luxemburg, als sie auf der B50 bei Mettendorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm) von Insassen eines weißen Autos durch Handzeichen auf einen Feldweg dirigiert wurden.

Zwei Männer stiegen aus dem Mitsubishi aus und täuschten eine Verkehrskontrolle vor. Währenddessen öffnete ein Komplize den Kofferraum des Autos der Mainzer und stahl einen Koffer und eine Reisetasche. Als die Eheleute dies bemerkten, kam es zu einem Gerangel. Den drei um die 40 Jahre alten Tätern gelang jedoch die Flucht. Über die Beute werden sie sich kaum freuen können: In den Koffern des Mainzer Ehepaars war nur Kleidung. Bereits am Abend zuvor war es im rund 40 Kilometer Luftlinie entfernten Sehlem (Kreis Bernkastel-Wittlich) zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen. Auch dort wurde ein älteres Ehepaar auf einem Parkplatz von vermeintlichen Zivilpolizisten kontrolliert und bestohlen. Die Täter waren in einem schwarzen Audi mit zuvor in Trier geklauten Kennzeichen unterwegs. Ob es sich um dieselben Männer handelt wie im anderen Fall, steht noch nicht fest.

Die Polizei rät Autofahrern, sich bei Kontrollen durch Zivilstreifen die Dienstausweise zeigen zu lassen. "Darauf ist ein Foto des Beamten zu sehen, das rheinland-pfälzische Wappen und ein Polizeistern", sagt Sprecher Karl-Peter Jochen. Wer Zweifel hat, ob es sich um um echte Polizisten handelt, soll per Handy die Nummer 110 anrufen und sich erkundigen. Werden die jüngst in der Eifel ihr Unwesen treibenden Täter geschnappt, müssen sie sich nicht nur wegen Diebstahls vor Gericht verantworten. Wer sich als Polizist ausgibt und keiner ist, kann mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden. Auch die Verbraucherzentrale warnt vor Betrugsmaschen falscher Ermittler.

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