Falscher Diskussions-Ansatz

Falscher Diskussions-Ansatz

Die politischen Debatten nach dem Pisa-Schock greifen das ThemaBildung von einem falschen Ansatz aus auf. Ganztagsschule,Gesamtschule, Schulzeitende - die Wichtigkeit dieserAuseinandersetzungen ist unbestritten, aber es handelt sich dabeinur um die Rahmenbedingungen. Schüler interessiert nicht, ob sievormittags oder nachmittags lernen. Es interessiert sie auchnicht, ob sie nach zwölf oder nach 13 Jahren ihr Abitur in derTasche haben. Es interessiert sie, was sie lernen. DieAnforderungen an Schule gliedern sich in drei Bereiche: Fakten zuvermitteln, die Fähigkeit zu lernen zu vermitteln und sozialeKompetenz zu vermitteln. Die Ausgestaltung dieser Anforderungenhat sich durch Globalisierung und technische Entwicklung enormverändert. Die Antworten von Schule auf diese Veränderungenlassen noch auf sich warten. So können Schüler trotz derGlobalisierung mit nur einer Fremdsprache ihr Abitur bauen. Undviele Lehrer setzen neue Medien immer noch nicht im Unterrichtein. Den Stickstoff-Zyklus müssen Oberstufenschüler auswendigkönnen, den Ablauf eines Betriebes aber lernen sie nicht kennen.An diesen Stellen muss die Diskussion ansetzen. Johannes Aumüller macht gerade sein Abitur am Max-Planck-Gymnasium in Trier.

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