Fehlender Mut

Bildungsarbeit in der Hauptschule ist hartes Brot. Mehr als alle anderen Schularten hat sie soziale Probleme aufzufangen, Integration und schulische Aufbauarbeit zu leisten. Gleichzeitig attestieren die Pisa-Studien, dass in kaum einem anderen Land ein gegliedertes Schulsystem so stark einsortiert und so schwach individuell fördert wie in Deutschland.

Die Konsequenz kann nur sein, eine starke Mittelschule zwischen Grundschule und Gymnasium zu schaffen. Mit der Einführung der Regionalen Schule wurde zwar ein richtiger Weg eingeschlagen, jedoch nicht zu Ende gegangen. Die Furcht vor ideologischen Schlachten um das Schulsystem ist bei Regierungschef Beck und Ministerin Ahnen zu groß. Das schleichende Ende der Hauptschulen wird sich dennoch nicht aufhalten lassen. Mit weiter fallenden Schülerzahlen sinken automatisch Lehrangebote und Attraktivität. Es wäre ehrlicher und im Interesse der Schüler, einen Schnitt zu vollziehen und alle Kräfte in einer Mittelschule zu bündeln. j.winkler@volksfreund.de

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