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Feuerwehr Notfälle Rettungseinsätze Zusammenarbeit mit Luxemburg Grenze

Kommentar : Beim Retten darf es keine Grenze geben

Wenn es irgendwo brennt oder zu einem Unfall kommt, muss völlig egal sein, woher die Retter kommen – ob aus dem Nachbarort, ob aus einer anderen Gemeinde, einem anderen Kreis, einem anderen Bundesland oder gar aus dem grenznahen Ausland.

Dass es in der Realität noch immer anders ist, zeigt sich leider regelmäßig. Dass bei dem tödlichen Feuerdrama in Lorscheid am Samstag nicht auch direkt die Wehr im benachbarten Bescheid alarmiert wurde, ist nur ein Beispiel für das offensichtlich noch immer herrschende Kirchtumsdenken im Rettungswesen. Nur weil der Ort in einer anderen Verbandsgemeinde liegt, müssen die einsatzbereiten Wehrleute dort warten, bis sie fast eine Stunde nach dem ersten Notruf ausrücken dürfen. Das ist völlig unverständlich und muss schnellstens abgestellt werden. Wenn es um Leben und Tod geht, zählt jeder Helfer, egal woher er kommt. Daher muss es endlich auch ein Abkommen mit Luxemburg geben, in dem genau wie mit Belgien geregelt wird, dass Rettungswagen bei Einsätzen in das jeweilig andere Land fahren dürfen, um schnellstmöglich Hilfe zu leisten. Bei Rettungseinsätzen darf es keine Grenzen geben.

b.wientjes@volksfreund.de