Nach Selbstverbrennungsversuch : Flüchtligsrat kritisiert Kasernierung von Asylbegeherenden in Hermeskeil

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Nach dem Selbsttötungsversuch eines Asylbewerbers in Hermeskeil haben Flüchtlingsverbände die „gesetzlich vorgeschriebene Kasernierung von Schutzsuchenden“ scharf kritisiert.

Das Gesetz mache aus den Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende (Afa) endgültig Orte der Isolation und der Perspektivlosigkeit, heißt es in einer vom rheinland-pfälzischen Initiativausschuss für Migrationspolitik und dem Arbeitskreis Asyl-Flüchtlingsrat unterzeichneten Mitteilung.

Wo Menschen über Monate oder gar Jahre ohne Privatsphäre, ohne Zugang zu Arbeit oder Bildung leben müssten und ihnen jederzeit die Abschiebung in Elend oder Obdachlosigkeit droht, seien Taten wie der Selbstverbrennungsversuch in Hermeskeil keine unerklärlichen Phänomene, sondern das Resultat allgegenwärtiger Verzweiflung aufgrund immer restriktiver werdender Gesetze.

In der Hermeskeiler Afa hatte sich am Mittwochnachmittag ein 34-jähriger Aserbaidschaner mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und vor den Augen mehrerer Zeugen angezündet. Er überlebte mit schwersten Verbrennungen. Angeblich sollte der Mann nach Frankreich abgeschoben werden.

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