Flughafen Hahn: Verkauf geht auf die Zielgerade

Flughafen Hahn: Verkauf geht auf die Zielgerade

Eine Region zittert um die Zukunft des Hunsrück-Flughafens Hahn: In der kommenden Woche könnte sich entscheiden, mit welchem der drei Bieter das Land in abschließende Verkaufsverhandlungen tritt.

Werner Heich demonstrierte schon für den Erhalt des Hunsrück-Airports. Der Vorsitzende des Vereins Bürger für den Hahn nennt den Flughafen einen "starken Motor, den wir für die Wirtschaft und den Tourismus in unserer Region brauchen". 2500 Arbeitsplätze hängen daran. Aufgeregt ist der 65-Jährige daher schon, wie das Verkaufsverfahren ende, das nun in die Zielgerade einbiegt.

Vertreter und Wirtschaftsberater des Landes tauschen sich am heutigen Freitag mit der EU-Kommission in Brüssel über die Angebote aus. Nötig sei das, "um den wettbewerbsrechtlichen Vorgaben" gerecht zu werden, teilt ein Ministeriumssprecher mit. Bereits in der kommenden Woche könnte sich dann eine Entscheidung anbahnen, mit welchem der verbleibenden Bieter das Land in abschließende Gespräche tritt.

Nach Volksfreund-Informationen sollen die drei Angebote eng beisammen liegen. Als Favorit gilt die pfälzische ADC um den Ex-Wirtschaftsstaatssekretär Siegfried Englert, bei der das chinesische Frachtflugunternehmen HNA im Boot sitzt. Ebenso im Rennen ist das US-chinesische Konsortium Henan American Machinery. Medienberichte, wonach die kasachische MG Holding bereits keine Rolle mehr spiele, bestätigt das Ministerium nicht. Es gebe nach wie vor drei Bieter, sagt ein Sprecher.

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