Flughafen Hahn

Austausch der kompletten Führungsriege, 80 Millionen Euro weitere Steuermittel, intensive Abstimmungen mit der EU-Kommission - trotzdem ist noch immer keine Rettung für den Flughafen Hahn in Sicht. Der seit Jahren defizitäre Hunsrück-Airport versucht, mit einem anfangs heftig umstrittenen Sanierungskonzept von Geschäftsführer Heinz Rethage bessere Zahlen zu erwirtschaften.

Kosten sollen gesenkt und Personal soll abgebaut werden. Gleichzeitig soll Geschäftsführer Markus Bunk, ebenfalls neu, die Erlöse ankurbeln. Der neue Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro strebt an, das Kontrollgremium so umzubauen, dass dort keine Politiker mehr, sondern Flugexperten und Betriebswirtschaftler sitzen. Sobald die neuen Flughafenleitlinien der EU-Kommission im Frühjahr nächsten Jahres verabschiedet sind, tickt für den Hahn die Uhr: Voraussichtlich hat er dann noch zehn Jahre Zeit, um aus eigener Kraft und ohne staatliche Subventionen auszukommen. Dazu braucht es ein Konzept.fcg