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Flughafengeschäftsführer Rethage: Am Hahn wurde abkassiert

Flughafengeschäftsführer Rethage: Am Hahn wurde abkassiert

Flughafen-Geschäftsführer Heinz Rethage ist der festen Überzeugung, dass am Hunsrück-Airport auf fragwürdige Weise abkassiert wurde. In einem Interview der Rhein-Zeitung spricht er von „mindestens einem Fall persönlicher Bereicherung“.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen Ex-Flughafen-Geschäftsführer Jörg Schumacher und weitere Top-Manager wegen Untreue. Die Rolle Schumachers scheint mittlerweile auch in Kreisen der rot-grünen Landesregierung Fragen aufzuwerfen. Dennoch wird betont, dass die Unschuldsvermutung gilt. Die Untersuchungen könnten sich noch Monate hinziehen. Rethage, dessen Vertrag Ende 2014 endet, will im Amt bleiben "bis der letzte Vorwurf rückhaltlos aufgeklärt ist". Dazu zählen für ihn auch die Strafanzeige des Betriebsrats und eine mögliche Anzeige Schumachers. Rethage zur Aufklärung der Vorfälle: "Ich bin im Sommer vergangenen Jahres auf unglaubliche Widerstände bei der damaligen Geschäftsführung und dem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden gestoßen. Mir wurde sogar untersagt, mich mit der Aufarbeitung der Vorgänge um die SSD zu beschäftigen, was ich trotzdem gemacht habe." Weiter erklärte er gegenüber der Rhein-Zeitung: "Mittlerweile bin ich überzeugt, dass im SSD-Komplex ein klassischer Fall von Kick-Back vorliegt. Das heißt, eine Auftragsvergabe erfolgte zu überhöhten Preisen - verbunden mit persönlicher Bereicherung."

Flughafen Hahn: Rethage sieht persönliche Bereicherung - Das Interview