Fluglärmgegner demonstrieren zum 300. Mal in Terminal

Fluglärmgegner demonstrieren zum 300. Mal in Terminal

Fluglärmgegner rufen für heute zum 300. Mal zu einer Demonstration im Frankfurter Flughafen auf. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 1500 Teilnehmern, wie Thomas Scheffler, Sprecher des Bündnisses der Bürgerinitiativen (BBI), sagte.

Sie protestieren seit acht Jahren gegen die Lärm- und Feinstaubbelastungen, die der größte deutsche Flughafen verursacht.

Ausgangspunkt für die Montagsdemos war die Inbetriebnahme der Nordwest-Landebahn des Flughafens im Jahr 2011. Der Widerstand habe sich damals „explosionsartig vermehrt“, sagt Scheffler. Ein aktuelles Thema, das bei den Demonstranten für viel Unmut sorge, sei der Bau des Terminals 3. Dieser hat im April begonnen.

Vorgestellt werden soll bei der Montagsdemonstration zudem die neue Kampagne „Deutschland-fliegt-nicht“. Die Initiatoren rufen die Menschen dazu auf, eine Woche im Februar 2020 auf Inlandsflüge zu verzichten. „Die Zeit ist reif für so eine Aktion“, sagte Rolf Fritsch, einer der Organisatoren und Mitglied des Vereins Gegenwind 2011 Rhein-Main. Eine Fotoaktion im Foyer des Terminals 1 sei geplant - auf einem „Gemeinsam-Nix-Tun“-Sofa.

Den Flughafenbetreiber Fraport bringen die Proteste und Aktionen wie diese indes nicht aus der Ruhe. „Wir nehmen unsere Verantwortung für den passiven und aktiven Schallschutz im Umland des Flughafens sehr ernst“, sagte ein Fraport-Sprecher. Das Thema Lärmemission sei auch in Zukunft „ganz weit oben auf der Agenda“.

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