Flugsicherheit versus Windenergie: Minister fordern mehr Transparenz

Erfurt · Die deutschen Umweltminister haben sich in Erfurt für ein transparenteres Verfahren ausgesprochen, um Flugsicherheit und Windenergie besser zu vereinbaren. Das Thema war auf der Agenda der Umweltministerkonferenz gelandet, nachdem der Volksfreund darüber berichtet hatte, dass in der Südeifel aus Gründen der Flugsicherung rund 100 Windkraftprojekte vor dem Aus stehen.


"Wir wollen für Kommunen im Umkreis von Flugsicherungsanlagen Möglichkeiten schaffen, frühzeitig, klar und auf den einzelnen Standort bezogen erkennen zu können, wo die Errichtung von Windenergieanlagen möglich ist und wo nicht", sagt die rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Energieministerin Eveline Lemke. Deshalb bitten die Länder die Bundesregierung nun, dafür Sorge zu tragen, dass das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung bei seiner Beteiligung im Rahmen der Genehmigungsverfahren "eine zielgerichtete Abwägung beider Interessen gewährleistet" und dies "in einem transparenten und nachvollziehbaren Verfahren" darlegt.
Eine Stellungnahme des betroffenen Bundesamts oder des Bundesverkehrsministeriums war am Freitagnachmittag dazu nicht zu bekommen.
Weil Flugzeuge vom Kurs abkommen könnten, will die Deutsche Flugsicherung im weiten Umkreis einer Funkanlage in der Südeifel keine weiteren Windräder zulassen. Bis zu 100 Projekte stehen vor dem Aus. Es geht um Investitionen im dreistelligen Millionenbereich. kah