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(Fotos/Videos) Gewitter, Regengüsse, Erdrutsche: Wann hört das endlich auf?!

(Fotos/Videos) Gewitter, Regengüsse, Erdrutsche: Wann hört das endlich auf?!

Die extremen Unwetter der vergangenen Wochen haben auch in der Region Trier große Schäden angerichtet. 716 Objekte – Gebäude, Straßen, Hänge oder Sportplätze – wurden beschädigt. Da Klimaforscher damit rechnen, dass es künftig öfter zu Gewittern und Starkregen kommt, hat die Landesregierung zum Hochwassergipfel eingeladen.

Rinnsale, die so klein sind, dass sie nicht einmal einen Namen haben, verwandelten sich in reißende Bäche, die Straßen überschwemmten, Hunderte Keller und Häuser fluteten und riesige Mengen Geröll ablagerten. Hänge rutschten ab, Schlammlawinen gingen nieder, Hagel zerstörte die Ernte, dazu Blitze, die bei Rock am Ring und auf einem Fußballplatz in Hoppstädten mehr als 100 Menschen verletzten, Donner, Sturm, Stromausfälle und ungezählte umgestürzte Bäume. "Das war eine der schlimmsten Unwetterserien, die Deutschland jemals erleben musste", sagt TV-Wetterexperte Dominik Jung über die Wetterkapriolen der vergangenen Wochen.

Entwarnung gibt er nicht. Bis Sonntag kann es laut Jung in der Region zu neuen Gewittern mit Starkregen kommen. Angesichts der gravierenden Schäden und der Aussicht, dass solche Extremereignisse künftig öfter auftreten könnten, hat die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) Landräte und Bürgermeister am Dienstag nach Mainz zu einem Hochwassergipfel eingeladen. Sie verspricht eine Million Euro Hilfsgeld und ruft Gemeinden dazu auf, die Förderprogramme anzunehmen. So bezuschusst das Land kommunale Hochwasserschutzkonzepte zu 90 Prozent.

Zwar kosteten die Unwetter in der Region Trier kein Menschenleben, doch richteten sie extreme Schäden an. Tausende Helfer waren im Einsatz, um noch Schlimmeres zu verhindern. Niemand weiß, wie hoch der finanzielle Gesamtschaden ist. Sicher ist: Es geht um sehr viele Millionen Euro. So schätzt Bürgermeister Werner Klöckner, dass alleine in seiner Verbandsgemeinde Daun ein Schaden von etwa zehn Millionen Euro entstanden ist. Ministerpräsidentin Malu Dreyer rät Hausbesitzern zum Abschluss einer Elementarschadenversicherung, Höfken fordert gar eine Versicherungspflicht. Nach Angaben des Branchenverbands GDV könnten 99 Prozent der Häuser gegen Wetterextreme versichert werden, in der Region sind dies aber lediglich 26 Prozent der Häuser.

Das Landesinnenministerium prüft aktuell, ob es sich um ein Elementarschadenereignis handelte. Falls ja, können Betroffene, die "unverschuldet in eine außergewöhnliche Notlage geraten sind", womöglich mit Finanzhilfen rechnen. Die CDU im Landtag fordert Soforthilfen wie in Bayern oder Baden-Württemberg. Klimawandel-Forscher rechnen damit, dass es mehr Gewitter und extreme Niederschläge geben wird. Auch Tornados könnten künftig öfter auftreten.
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