| 12:43 Uhr

Fraport-Chef: Verspätete Flüge wegen voller Luftstraßen

Fraport-Chef Stefan Schulte. Foto: Arne Dedert/Archiv
Fraport-Chef Stefan Schulte. Foto: Arne Dedert/Archiv FOTO: Arne Dedert
Frankfurt/Main. Im Kampf gegen verspätete Flieger zu Zeiten des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen hat Fraport-Chef Stefan Schulte den weiteren Ausbau von Flugrouten gefordert. Der Luftverkehr in Europa wachse sehr stark und die derzeitigen Luftstraßen seien voll, sagte Schulte der „Bild“-Zeitung (Donnerstag). dpa

Zusätzlich seien mehr Personal, bessere Sicherheitskontrollen und mehr Grenzkontrollen am Flughafen nötig, damit sich keine Verspätungen aufbauen könnten.

Auf die Frage, ob Geldstrafen für verspätete Flieger helfen würden, sagte Schulte, die Entgelte verdoppelten sich bereits nach 23 Uhr. „Airlines haben kein Interesse, verspätet zu landen, am Pranger zu stehen.“ Erlaubt seien 7,5 verspätete Landungen pro Tag, derzeit liege der Jahresschnitt bei 2,4 pro Tag.

Nach Angaben des hessischen Verkehrsministeriums vom Montag landen immer mehr Maschinen in Frankfurt verspätet zwischen 23 Uhr und Mitternacht. Nach 185 Fällen im Mai sei im Juni die Rekordzahl von 203 solcher Landungen gezählt worden.

Zu Kritik wegen langen Schlangen vor den Sicherheitsschleusen besonders in den Ferien sagte Schulte, die Wartezeiten seien zuletzt zwar gesunken, seien mit in der Regel höchstens 30 Minuten aber immer noch zu lang. Er wünsche sich maximal 15 Minuten Wartezeit, dazu seien leistungsfähigere Sicherheitskontrollen nötig. Der Flughafen sei auch bereit, deren Steuerung zu übernehmen. Passagiere sollten 2,5 Stunden vor Abflug zum Flughafen kommen.