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Freispruch im Ring-Prozess rechtskräftig

Freispruch im Ring-Prozess rechtskräftig

Ein weiterer Nürburgring-Prozess ist endgültig zu den Akten gelegt - diesmal geht es um das Verfahren gegen den Schweizer Geschäftsmann Urs Barandun. Der drehte sich um den Vorwurf der Urkundenfälschung und endete mit einem Freispruch.

Ein weiteres Kapitel in der komplexen juristischen Aufarbeitung der spektakulär gescheiterten Privatfinanzierung des Nürburgring-Ausbaus ist geschlossen. Rund dreieinhalb Monate nach dem Freispruch für den Schweizer Geschäftsmann Urs Barandun im Prozess um Urkundenfälschung im Zusammenhang mit der 2009 geplatzten Finanzierung zog die Staatsanwaltschaft ihre Revision zurück. Damit sei das Urteil rechtskräftig, teilte das Landgericht Mainz am Dienstag mit.

Barandun war vorgeworfen worden, Verantwortlichen der Nürburgring GmbH wissentlich zwei ungedeckte Schecks über insgesamt angeblich 100 Millionen US-Dollar eines vermeintlichen schwerreichen US-Milliardärs überreicht zu haben. Barandun hatte die Vorwürfe stets bestritten, sein Verteidiger plädierte auf Freispruch. Die Staatsanwaltschaft sprach sich im Plädoyer für eine Geldstrafe von 12 600 Euro aus.

Nach der geplatzten Privatfinanzierung des Ring-Ausbaus musste seinerzeit das Land Rheinland-Pfalz einspringen, in Folge dessen trat der damalige Landesfinanzminister Ingold Deubel (SPD) zurück. Er wurde später wegen Untreue zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Über seine Revision hat der Bundesgerichtshof (BGH) noch nicht entschieden.

Die Entscheidung für die Rücknahme der Revision begründete Oberstaatsanwältin Martina Mühler-Ehlen in Koblenz damit, dass gegen Urteile der großen Strafkammern der Landgerichte nur das Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt werden könne. Dabei werde nur geprüft, ob die jeweilige Strafkammer das Recht richtig angewendet habe. Sachlich-rechtliche Mängel seien bei der Prüfung des Urteils aber nicht festgestellt worden. Barandun selbst teilte mit, er sei froh, dass der „einwandfreie Freispruch“ erfolgt sei. Alles in den Ermittlungen und dem Verfahren habe länger gedauert als üblich.

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