Freiwillig abrechnen – in diesen Fällen lohnt sich der Aufwand

Viele Arbeitnehmer sollten eine Steuererklärung freiwillig machen – auch, wenn sie sich die lästige Pflicht eigentlich sparen können. Denn oft gibt es Geld zurück.

Abrechnen sollten Steuerzahler,

wenn die Ausgaben für den Beruf wie Fahrten zur Arbeit, Fortbildungen oder doppelte Haushaltsführung über dem Pauschbetrag von 1000 Euro liegen. Dieser ist bereits überschritten, wenn der einfache Weg zur Arbeit mehr als 15 Kilometer beträgt (Teil 3);

wenn sie nicht das gesamte Jahr versicherungspflichtig angestellt waren. In diesem Fall wird nur ein Teil der Frei- und Pauschbeträge berücksichtigt. Dabei stehen Steuerzahlern die kompletten Pauschbeträge zu (Teil 3);

wenn sie Kinderfreibeträge beantragen wollen. Diese Freibeträge gewähren die Finanzbeamten jedoch nur dann, wenn die Steuerersparnis den Anspruch auf Kindergeld übersteigt (Teil 4);

wenn sie Geld für Medikamente, Arzt, Pflege oder den Unterhalt bedürftiger Angehörige ausgegeben haben. Diese Ausgaben können Steuerzahler als außergewöhnliche Belastungen verrechnen (Teil 2);

wenn sie eine Haushaltshilfe beschäftigt, haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerker beauftragt haben;

sie das Steuerjahr mit einem Verlust abschließen (Teil 2);

wenn sie 2014 geheiratet haben;

wenn sie und der Ehepartner die Steuerklassenkombination IV/IV gewählt und in 2014 nicht annähernd gleich hohe Arbeitslöhne hatten;

wenn ihr Einkommen unter 15.000 (Alleinstehende) bzw. 31.000 Euro (Verheiratete) liegt und Abgeltungsteuer einbehalten wurde.

In diesen Fällen lohnt es sichdann, eine sogenannte Günstigerprüfung zu beantragen (Teil 6). bbr

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