„Waschen, Schneiden, Föhnen“ Gehalt im Check: Das verdienen Friseure in Rheinland-Pfalz

Viele sehen ihren Friseur regelmäßiger als ihren Arzt. Aber was verdienen die Menschen, die sich einfühlsam um uns und unser Haar kümmern und dafür sorgen, dass wir uns wieder im Spiegel anschauen können?

 In Gehaltstabellen finden sie sich in der Regel nicht sonderlich weit oben: Friseurinnen und Friseure (Symbolfoto).

In Gehaltstabellen finden sie sich in der Regel nicht sonderlich weit oben: Friseurinnen und Friseure (Symbolfoto).

Foto: dpa/Armin Weigel

Es gibt wohl wenige Termine, nach denen man sich ein bisschen so fühlt, als hätte man gerade einen kleinen Wellnessurlaub hinter sich gebracht. Friseurinnen und Friseure sorgen mit ihrer Handwerkskunst nicht nur dafür, dass wir uns (wieder) wohlfühlen, sie kümmern sich um Termine und Kasse, während sie nebenbei Farben mischen oder ihren Kundinnen und Kunden eine typgerechte Stilberatung verpassen. Und nebenbei werden sie nicht selten auch noch zum Seelenklempner. Aber wie viel verdient man eigentlich bei einem so breit gefächerten Aufgabengebiet?

Welche Qualifikationen braucht man als Friseurin oder Friseur?

Um Friseurin oder Friseur werden zu können, braucht es eine duale Berufsausbildung. Diese dauert drei beziehungsweise dreieinhalb Jahre. Für die Ausbildung gibt es keine formalen Zugangsvoraussetzungen. Wohl aber muss die allgemeine Schulpflicht von neun beziehungsweise zehn Vollzeitschuljahren erfüllt sein.

Das verdienen Friseure in Rheinland-Pfalz

Generell gilt in Rheinland-Pfalz im Friseurhandwerk ein Tarifvertrag, vom Arbeitsministerium wurde dieser 2023 als allgemeinverbindlich anerkannt.

Wenn man sich das Gehalt von Friseurinnen und Friseuren in Rheinland-Pfalz anschaut, muss man zunächst allerdings zwischen jenen unterscheiden, die sich in der Ausbildung befinden und jenen, die bereits ausgelernt sind. Laut dem Branchenmagazin „Im Salon“ betragen die Ausbildungsvergütungen im Friseurgewerbe seit August 2023 monatlich 660 Euro im ersten Lehrjahr, 772 Euro im zweiten Lehrjahr und 877 Euro im dritten Lehrjahr.

Nach der Berufsausbildung und bestandener Gesellenprüfung beträgt der Stundenlohn für Friseurinnen und Friseure laut Tarifvertrag 13 Euro. Dabei handelt es sich um die erste Entgeltstufe, bei der man bei einem Ausmaß von 40 Wochenstunden entsprechend auf ein Gehalt von 2080 Euro kommt. Nach mindestens zweijähriger Gesellentätigkeit im Friseurhandwerk steigt der Lohn dann auf 14,50 Euro. Weitere zwei Jahre später sind es 16 Euro. Kann man eine bestandene Meisterprüfung und mindestens zwei Jahre Meistertätgkeit im Friseurhandwerk vorweisen, steigt der Stundenlohn auf 17,50 Euro an (2800 Euro monatlich).

Zum Vergleich: Laut dem Statistischen Bundesamt lag das Durchschnittsgehalt von Vollzeitbeschäftigten im April 2023 in Deutschland bei 4323 Euro brutto im Monat.

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