Geheimer Urantransport fährt durch die Region

Atomkraft : Geheimer Urantransport fährt durch die Region

Geheimer Urantransport fährt durch die Region

Ein Güterzug, der in 18 Waggons Uranerzkonzentrat, auch bekannt als Yellow Cake, transportiert hat, ist am frühen Mittwochmorgen durch die Region gerollt.

Nach Informationen des Antiatomnetzes Trier ist der Zug, gezogen von einer Lok der französischen Bahn, am 5. Februar im Hamburger Hafen losgefahren und von dort mit der gefährlichen Fracht über Bremen und Osnabrück quer durch Deutschland gerollt. Gestern morgen gegen vier Uhr ist er durch Köln gefahren. Um 7.02 haben ihn Atomgegner durch Schweich fahren gesehen, von dort fuhr er über Trier und Konz, um 7.55 Uhr am Mittwochmorgen wurde der Transport bei der Durchfahrt durch den Moselort Nittel gefilmt. Auf dem Film sind die 18 Waggons, die nach Angaben der Atomgegner das Uranerz transportieren, direkt hinter der Lok zu erkennen, dahinter vier Wagen mit Stahlrollen und am Schluss sechs Tankwagen.

Von Nittel aus fuhr der Zug über Perl von dort aus weiter über Metz. Ziel war eine Uranfabrik im französischen Narbonne. Dort wird das Uranerzkonzentrat in Urantetrafluorid umgewandelt. Das Yellow Cake stammt aus Namibia. Es wurde mit einem Schiff namens Bright Sky von Namibia nach Hamburg transportiert. Nach Recherchen von volksfreund.de lief das Schiff am vergangenen Samstag um 21.59 im Hamburger Hafen an.

Es ist nicht das erste Mal, das ein solcher Urantransport durch die Region gerollt ist. Regelmäßig fahren solche Züge durch Trier. Die Katastrophenschutzbehörden bei den Kommunen werden in der Regel nicht darüber informiert. Yellowcake (zu Deutsch: gelber Kuchen) ist der Ausgangsstoff für die Herstellung von Brennelementen. Das Uranerz gilt als umweltgefährlich.