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Geklaute E-Mail-Daten: Polizei rät zu Strafanzeige

Geklaute E-Mail-Daten: Polizei rät zu Strafanzeige

Wenn Bürger vom Datenklau betroffen sind, reicht es nicht, einfach die Passwörter zu wechseln. Auf volksfreund.de erklärt eine Expertin vom BKA und ein IT-Anwalt, welche Rechte die Opfer haben.

Das Bundeskriminalamt (BKA) rät vom Datendiebstahl betroffenen Bürgern zu Strafanzeigen. "Bei einem Anfangsverdacht wird die Polizei eine Anzeige aufnehmen", sagte BKA-Sprecherin Marianne Falasch am Donnerstag dem Trierischen Volksfreund. Dazu zähle auch der Diebstahl der digitalen Identität. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte bekannt gegeben, dass Millionen E-Mail-Adressen samt Passwörtern in die Hände von Datendieben gelangt seien. Kriminelle könnten die persönlichen Daten Einkäufe im Internet missbrauchen.

Mit einer Anzeige könnten sich Verbraucher absichern, auch wenn noch kein Schaden entstanden sei, meint Rechtsanwalt Christian Solmecke . Sollte es dann zu unerwünschten Einkäufen kommen, könnte eine Anzeige laut Solmecke als Beleg dienen, das man nicht selbst einkaufen war. Er hofft auf viele Anzeigen, damit der "Druck auf die Staatsanwaltschaften" steige, Ermittlungen aufzunehmen, sagte der Jurist dem Trierischen Volksfreund.

Auf einer Internetseite des BSI können Verbraucher prüfen, ob ihre E-Mail-Adresse zu den gestohlenen Datensätzen gehört. Ist das der Fall, ist dies laut BKA-Sprecherin den Ermittlungsbehörden bereits bekannt. Sie empfiehlt den Gang zur Polizei, wenn Bürger feststellen, das jemand unbefugt unter ihrem Namen online eingekauft oder Geld vom Konto abgebucht habe. Anzeigen nehme die örtliche Polizeidienststelle auf. Dort werde geschaut, ob es ähnliche Fälle gebe oder schon Verfahren liefen.