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Geschäftsstellen: Krankenkassen müssen informieren

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck/Archiv
Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck/Archiv FOTO: Uli Deck
Koblenz. Wenn Krankenkassen eine Geschäftsstelle schließen, müssen sie die Versicherten darüber informieren. Das entschied das Sozialgericht Koblenz nach einer Mitteilung vom Donnerstag. Von Versicherten könne nicht erwartet werden, dass sie sich, etwa vor dem Absenden eines Briefes, selbst danach erkundigten, ob eine Geschäftsstelle der Krankenkasse noch existiere. dpa

Ein schon längere Zeit arbeitsunfähig erkrankter Kläger hatte seine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen an die Adresse einer bereits geschlossenen Geschäftsstelle geschickt, weil er von der Schließung nichts wusste. Aufgrund eines Nachsendeauftrags wurde seine Post zunächst noch weitergeleitet. Als der Auftrag aber ausgelaufen war, kamen seine Briefe als unzustellbar zu ihm zurück. Wegen verspäteter Einreichung seiner Unterlagen versagte ihm die Krankenkasse später für 13 Tage das Krankengeld.

Dem Argument der Kasse, Versicherte müssten sich vor dem Absenden von Briefen selbst über die aktuelle Adresse der Geschäftsstelle informieren, folgte das Sozialgericht nicht.