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Gewappnet für den Ernstfall

Gewappnet für den Ernstfall

Die Sauberkeit und Sicherheit von Saar und Mosel geht alle Anrainer-Staaten an. Deshalb ist es wichtig, dass das Krisenmanagement im Ernstfall reibungslos funktioniert. Bei einer Fortbildung sind gestern zuständige Verwaltungs-Mitarbeiter auf den aktualisierten Warn- und Alarmplan eingestellt worden.

Mertert. Was ist zu tun, wenn beispielsweise im französischen Thionville ein Tankschiff havariert und die gefährliche Fracht in die Mosel ausläuft? Mit Fragen wie dieser haben sich gestern etwa 30 deutsche, luxemburgische und französische Verwaltungs-Mitarbeiter bei einer Fortbildung der Internationalen Kommission zum Schutze der Mosel und der Saar (IKSMS) im luxemburgischen Mertert befasst. Bei Verschmutzungen der grenzüberschreitenden Flüsse sind sie für die rasche Weitergabe der Informationen und Warnungen an die Anrainer-Staaten verantwortlich. In diesem Jahr ist der Warn- und Alarmplan aktualisiert worden. Verbessert wurden vor allem die Vernetzung der Kontaktstellen sowie die Nutzung und Effektivität des Meldesystems, schilderte Daniel Assfeld, Geschäftsführer der IKSMS, im TV-Gespräch. Außerdem diene eine gemeinsame Fortbildung dazu, "Hemmnisse abzubauen", erklärte er. Denn in einem Krisenfall müssten die Menschen über die Landes- und die Sprachgrenzen hinweg effektiv zusammenarbeiten. Die persönlichen Kontakte tragen nach Assfelds Meinung zu einer problemloseren Krisenkommunikation bei.Bei der Fortbildung in Mertert haben die Teilnehmer sich mit dem aktualisierten, mehrsprachigen Warn- und Alarmplan vertraut gemacht. Auch haben sie sich mit einem Prognosemodell auseinandergesetzt, anhand dessen genau berechnet werden kann, wie und wie schnell sich ein Schadstoff in den Flüssen ausbreiten könnte. Dieses Modell bietet den zuständigen Behörden die Möglichkeit, rechtzeitig entsprechende Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten.