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Gewerkschaften wollen Nachbesserung beim Kita-Gesetz

Eine Erzieherin schaut in einer Kita mit einigen Kindern ein Bilderbuch an. Foto: Britta Pedersen/Archiv
Eine Erzieherin schaut in einer Kita mit einigen Kindern ein Bilderbuch an. Foto: Britta Pedersen/Archiv FOTO: Britta Pedersen
Mainz. Die Gewerkschaften GEW und Verdi haben den Entwurf für die Neuauflage des Kita-Gesetzes in Rheinland-Pfalz grundsätzlich begrüßt, zugleich aber eine bessere Personalausstattung gefordert. Die GEW Rheinland-Pfalz äußerte sich am Montag „verwundert, dass sich die dringend notwendige Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation im Entwurf nicht entscheidend wiederfindet“. dpa

Für Verdi fügte Volker Euskirchen hinzu: „Was nicht ist, kann ja noch kommen.“

Bisher kommen in den rheinland-pfälzischen Kindergärten rechnerisch 8,6 Jungen und Mädchen auf eine Erzieherin. Die Bertelsmann-Stiftung empfiehlt ein Verhältnis von einer Fachkraft auf 7,5 Kinder.

Zwar sollen nach Angaben von Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) künftig etwa 2500 Erzieherstellen neu hinzukommen - im vergangenen Jahr waren rund 22 000 Erzieherinnen tätig. Aber künftig sollen zweijährige Kinder als Teil der Regelgruppe betrachtet werden, so dass die bisherige Stellenaufstockung bei bis zu sechs Zweijährigen in der Gruppe entfällt. Daher ändere sich für viele Erzieher „an der erlebten betrieblichen Realität“ nichts, hießt es in einer Mitteilung von Verdi.