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Gläubige wünschen sich Ackermann als Kölner Erzbischof

Gläubige wünschen sich Ackermann als Kölner Erzbischof

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann (50) soll neuer Kölner Erzbischof werden. Das zumindest ist das Ergebnis einer Umfrage unter Gläubigen. Allerdings wird der Meisner-Nachfolger nicht vom Kirchenvolk gewählt.

Der Neue soll dialogbereit und tolerant sein, dazu Machtstrukturen abbauen und Frauen mehr Verantwortung geben. Das wünscht sich eine Mehrheit der Kölner Katholiken von ihrem zukünftigen Erzbischof. Der Nachfolger des gerade in den Ruhestand verabschiedeten Kardinals Joachim Meisner wird derzeit gesucht. Initiator der (nicht repräsentativen) Umfrage ist die Kölner Kircheninitiative, ein Zusammenschluss von Priestern und Laien. 900 Gläubige haben sich zum Wunsch-Profil des neuen Erzbischofs geäußert. Immerhin ein Viertel der Teilnehmer machte auch einen Namensvorschlag. Dabei fuhr der Trierer Bischof Stephan Ackermann das mit Abstand beste Ergebnis ein: 53 Stimmen. Es folgten der Dresdener Bischof Heiner Koch (42 Stimmen) und der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki (29).

Die Ergebnisse wurden dem für die Wahl letztlich zuständigen Kölner Domkapitel überreicht. Auch das Domkapitel selbst hat die Gläubigen dazu aufgerufen, Vorschläge zu machen.

Welche Namen nach Rom weitergeleitet werden, weiß niemand. Auch andere Bistümer dürfen Kandidaten vorschlagen. Wie auch im Bistum Trier kommt schließlich eine Dreierliste aus Rom nach Köln zurück. Aus den drei Kandidaten auf der Liste wählt das Domkapitel dann den neuen Erzbischof. Ende des Jahres dürfte dies der Fall sein.

Der Trierer Bischof zählt zum Favoritenkreis. "Wenn er auf der Dreierliste steht, wird er es", sagt ein Kircheninsider. Dass der als ehrgeizig geltende Ackermann dann dem Ruf nach Köln folgen wird, gilt als ausgemacht.
Freut er sich denn über das Ergebnis der "Vorwahlen"? "Zu Spekulationen äußern wir uns nicht", meint pflichtschuldigst sein Sprecher André Uzulis. sey