1. Region
  2. Rheinland-Pfalz

Grünes Signal für ICE Trier-Berlin

Grünes Signal für ICE Trier-Berlin

TRIER. Freie Fahrt für die neue ICE-Verbindung zwischen Trier und Berlin: Ab dem 11. Dezember wird der Intercity-Express über den Flughafen Köln/Bonn täglich von der Römer- in die Hauptstadt und wieder zurück rollen. Die Fahrzeit für eine Strecke soll nach Angaben der DB Netz AG bei acht Stunden liegen.

Die Bahn hat das einzige Hindernis der neuen ICE-Verbindung zwar nicht beiseite geräumt, aber erfolgreich umgangen. Ein nur für den S-Bahn-Verkehr freigegebener Tunnel bei Köln-Porz stand der Direktverbindung im Weg (der TV berichtete mehrmals). Der ICE hätte diesen Tunnel nur mit einer Sondergenehmigung des Eisenbahn-Bundesamts in Bonn durchfahren dürfen.Tunnel wird nicht gebraucht

"Diese Genehmigung musste nicht beantragt werden", meldete gestern Martin Walden, Pressesprecher der DB Netz AG. "Der ICE ist nicht auf den Tunnel angewiesen." Die von der Bahn ausgearbeitete Alternative nennt sich "Fahrt im Gegengleis", erläuterte Walden. Der Schnellzug werde statt des 92 Meter langen Tunnels eine andere Trasse nutzen, die nicht genehmigungspflichtig sei. "Der Zug wird fahren", sagte Walden - auch wenn es noch keine offizielle Bestätigung der DB Personenfernverkehr gibt. Diese Tochter der Bahn AG hat die Direktverbindung zwischen Trier und Berlin intern beantragt. "Wir rechnen hier nicht mit Schwierigkeiten." Die Fahrzeiten des ICE sorgen in der Region für Diskussionen. Acht Stunden soll der Zug von Trier bis nach Berlin brauchen - für einen Hochgeschwindigkeitszug viel zu lang, sagen viele. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster - am Sonntag hat er das Direktmandat im Wahlkreis Trier/Trier-Saarburg gewonnen - sieht in der neuen Fernverbindung einen Erfolg seiner Bemühungen in den vergangenen drei Jahren und stellt sich schützend vor "seinen" Zug. "Der ICE darf auf der Moselstrecke nicht schneller als der Intercity fahren", sagt Kaster. "Das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben." Doch der ICE erspare es den Passagieren, in Köln und Koblenz umzusteigen. "Bei Umsteigezeiten von nur ein paar Minuten ist das mit Gepäck oft nicht zu schaffen", so Kaster. Eine weitere wesentliche Verbesserung sei die direkte Verbindung mit dem Flughafen Köln/Bonn. Der ICE soll um 5 Uhr in Trier starten und um 13 Uhr in Berlin ankommen. Die Rückfahrt beginnt um 16 Uhr und endet um Mitternacht.