Grundsteuer in Rheinland-Pfalz: Der Eifelort Dierfeld ist der teuerste im Land

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Der Ort hat nur 12 Einwohner. Aber nirgends in Rheinland-Pfalz ist die Grund- und die Gewerbesteuer höher als in Dierfeld im Kreis Bernkastel-Wittlich.

In Dierfeld werden Grundstücks- und Hausbesitzer besonders stark zur Kasse gebeten. Nirgends ist die Grundsteuer in Rheinland-Pfalz höher als in dem Minidorf mit zwölf Einwohnern im Kreis Bernkastel-Wittlich.

Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young beträgt der Hebesatz in dem Ort 900 Prozent. Genauso hoch liegt der Hebesatz für die Gewerbesteuer, was dem Ort in der Studie bundesweit sogar den ersten Platz beschert.

Dierfeld besteht im Grunde nur aus dem Gutshof der Familie von Greve-Dierfeld. Dessen Besitzer ist Roderich von Greve-Dierfeld, gleichzeitig Ortsbürgermeister des Ortes. Er betreibt mit seiner Baumschule das einzige größere Gewerbe in Dierfeld, das als zweitkleinstes Dorf Deutschlands gilt.

Der durchschnittliche Hebesatz für die Grundsteuer B liegt in Rheinland-Pfalz bei 383 und bei der Gewerbesteuer 374 Prozent. Zwei Orte in der Region Trier liegen laut der Studie deutlich darunter: Gornhausen (Bernkastel-Wittlich) und Reuth in der Vulkaneifel. Sie erheben gar keine Grundsteuer.

Ernst & Young hat die Entwicklung der Grundsteuer-B- und der Gewerbesteuerhebesätze aller deutschen Kommunen in den Jahren 2005 bis 2018 verglichen.

Weitere Informationen folgen.

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