Gymnasium bleibt Trend

Die geplante Schulreform hat bislang zu keinen gravierenden Auswirkungen bei der Schulwahl geführt. Gleichzeitig deutet sich an, dass es für die neue Realschule plus auch Abschlussprüfungen geben kann.

Mainz. (win/ren) Die Ankündigung der Zusammenlegung von Haupt- und Realschule hat nach Angaben von Bildungsministerin Doris Ahnen bisher keine großen Auswirkungen auf die Wahl der weiterführenden Schule zum kommenden Schuljahr. Nach den vorläufigen Anmeldezahlen wollen 42,4 Prozent der Viertklässler zum Gymnasium wechseln. 26,3 Prozent streben zur Realschule und nur noch 11,1 Prozent zur Hauptschule. Noch einmal 11,8 Prozent wollen eine Regionale Schule besuchen, die auf der Basis von Hauptschulen aufbaut.Gegenüber dem Vorjahr steigt damit der Zulauf zu den Gymnasien um 1,0 Prozent, während die Anmeldungen für die Hauptschulen um 1,1 Prozent weiter abnehmen. Damit setzt sich laut Ahnen die seit Jahren zu beobachtende sinkende Akzeptanz fort. Parallel steigt der Zuwachs an Gymnasien in der Größenordnung der vergangenen Jahre. Allerdings sind noch etliche Schüler nirgendwo angemeldet.Für Realschul- und Hauptschulbildungsgang werden nun auch in Rheinland-Pfalz Abschlussprüfungen wahrscheinlicher. "Das Bildungsministerium denkt darüber nach, wie die Schulabschlüsse der Berufsreife und Mittleren Reife neu gestaltet werden können", sagte Ministeriumssprecher Wolf-Jürgen Karle.