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Hahn-Chefs sehen selbst Risiken für den Flughafen

Hahn-Chefs sehen selbst Risiken für den Flughafen

Jochen Riebel, Aufsichtsratsmitglied des Flughafens Hahn, hat mit Warnungen vor einer drohenden Pleite für viel Wirbel gesorgt. Das Landgericht Mainz hat ihm zwar weitere öffentliche Äußerungen untersagt, doch ein dem Volksfreund vorliegendes Dokument belegt, dass Riebels Bedenken offenbar berechtigt waren.

So hat die Geschäftsführung des Flughafens im Jahresabschluss 2011 selbst die Zukunft des Hunsrück-Airports in Frage gestellt.

Die Flughafen Frankfurt-Hahn (FFH) GmbH hat ihren Lagebericht am 12. März abgegeben. In diesem Jahresabschluss 2011 heißt es: "Der Fortbestand unserer Gesellschaft ist aus heutiger Sicht, sofern die Trennung von Betrieb und Infrastruktur nicht erfolgen sollte, nach dem 30. März 2013 nur möglich, wenn weitere Maßnahmen der Gesellschafter und Gläubiger ergriffen werden."

Ein halbes Jahr später wollen die Hahn-Geschäftsführer Jörg Schumacher und Wolfgang Pollety davon anscheinend nichts mehr wissen. Sie stemmen sich vehement gegen Insolvenz-Andeutungen, klagen gegen die Folgen, haben vor Gericht den "Maulkorb" gegen Riebel erwirkt und erwägen weitere rechtliche Schritte gegen ihn.