Hahn macht Tempo

HAHN. (iro) Der Hahn drückt auf die Tube. Der Hunsrück-Airport will wenigstens einen Teil der verlängerten Rollbahn am Flughafen Frankfurt-Hahn in Betrieb nehmen. Ein Antrag dafür liegt dem Oberverwaltungsgericht (OVG) in Koblenz vor.

Die Flughafengesellschaft will schnellstmöglich zumindest einen Teil der auf 3800 Meter verlängerten Startbahn nutzen. "Wir haben einige Kunden, die darauf warten", erläutert Pressesprecherin Maria Horbert. Nach wie vor ist über die Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen den Planfeststellungsbeschluss zur Verlängerung der Rollbahn nicht entschieden. In einem Eilverfahren war der Weiterbau genehmigt worden. Rodungen außerhalb des Airport-Geländes und die Inbetriebnahme hat das Gericht, so ein OVG-Sprecher, bis zur Entscheidung in der Hauptsache untersagt. Mit der Klage will der BUND die Rodung von Flächen verhindern, in denen die seltene Mopsfledermaus ihre Jungen großzieht. Der Hahn beabsichtigt nun, entgegengesetzt zu dem strittigen Gebiet auf einer 3500-Meter-Bahn Maschinen starten zu lassen. Dem OVG liegt ein Änderungsantrag zur Eilentscheidung vor. Die BUND-Landesvorsitzende Heide Weidemann fürchtet dagegen, dass "großflächige Rodungen" nordöstlich des Airports bevorstehen. "Da läuft nichts", sagte die Hahn-Sprecherin. Aus langfristigen Erwägungen führe man in Würrich und Altlay Verhandlungen zum Kauf von Waldflächen.

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