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Hahn-Verkauf: CDU-Vize Licht bekräftigt Vorwurf

Hahn-Verkauf: CDU-Vize Licht bekräftigt Vorwurf

Hat die Mainzer Landesregierung Druck ausgeübt, um den finanziell angeschlagenen Hunsrückflughafen Hahn möglichst rasch zu verkaufen? Ja, glaubt zumindest CDU-Fraktionsvize Alexander Licht und erhebt neue Vorwürfe.

Mainz. Nach Ansicht des regionalen CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Licht gerät die Darstellung von Regierungschefin Malu Dreyer über den Hahn-Verkauf immer mehr ins Wanken. Dreyers Beteuerung, es habe beim Hahn keinen Zeitdruck und keine zeitlichen Vorgaben gegeben, werde nach den jüngsten Erkenntnissen immer unglaub-würdiger, sagte Licht unter Verweis auf einen Bericht der Mainzer Allgemeinen Zeitung. Danach steht in einer als vertraulich eingestuften Kabinettsvorlage vom 11. Mai, dass spätestens im Juli Teile eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 34 Millionen Euro an den Flughafen fließen müssten, um diesen vor der Insolvenz zu retten. Dies hätte zur Reduzierung des Kaufpreises geführt.
CDU-Fraktionsvize Licht sieht in der Kabinettsvorlage "einen weiteren Beleg für den unmittelbar von der Staatskanzlei aufgebauten Zeitdruck". Schon die bisherigen Abläufe und Aussagen der Beratungsgesellschaft KPMG belegten, dass die Ministerpräsidentin auf einen schnellen Verkauf gedrängt habe, so Alexander Licht. Die Konsequenz sei das Scheitern des ersten Verkaufsverfahrens gewesen.
Malu Dreyer hatte schon vor über einer Woche den Vorwurf zurückgewiesen, sie habe Druck auf die später geplatzten Verkaufsverhandlungen des Flughafens Hahn ausgeübt. "Selbstverständlich hatte die Landesregierung ein Interesse an einem zügigen Verkauf, und das hat sie auch weiterhin", sagte die Regierungschefin in einer Sondersitzung von vier Landtagsausschüssen. Zu keinem Zeitpunkt habe sie aber zeitliche Vorgaben gemacht. sey