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Hahn-Verkauf: Politischer Streit ebbt nicht ab

Hahn-Verkauf: Politischer Streit ebbt nicht ab

Der politische Streit um den Verkauf des Hunsrückflughafens Hahn an einen chinesischen Investor geht weiter. CDU-Fraktionsvize Alexander Licht warf der Landesregierung am Donnerstag im Landtag mangelnde Sorgfalt und Transparenz vor.

"Sie verkaufen den Hahn an ein Phantom", meinte Licht unter Verweis auf den offenbar auch in China weitgehend unbekannten Investor, die Shanghai Yiquian Trading Company. AfD-Parlamentarier Matthias Joa bemängelte das fehlende wirtschaftliche Konzept der Käufer.

Der für den Verkauf zuständige Innenminister Roger Lewentz (SPD) wies die Kritik zurück. Das Engagement des privaten Investors biete großes Potenzial für die positive Weiterentwicklung des Hunsrückflughafens, sagte er.

Daniel Köbler (Grüne) und Thomas Roth (FDP) betonten, zu der Hahn-Privatisierung gebe es keine Alternative. SPD-Fraktionschef Alexander Schweitzer warf der CDU erneut vor, in der Debatte über die Zukunft des Hahn nur zu kritisieren und keine Alternativen vorzuschlagen. "Sie haben Verantwortungsangst", meinte Schweitzer in Richtung Oppositionsbänke.

Der Verkauf des Hunsrückflughafens soll in der nächsten Landtagssitzung Mitte Juli endgültig besiegelt werden - und dann muss der Investor auch zahlen. Am Rande der gestrigen Landtagssitzung wurde bekannt, dass der Hahn sein Streckenangebot beim Wechsel vom Sommer- zum Winterflugplan von 50 auf 40 reduzieren wird. Im Jahr zuvor waren es 41.