Hahn verringert Defizit dank Gelände-Verkaufs

Hahn verringert Defizit dank Gelände-Verkaufs

Der Flughafen Hahn hat im vergangenen Jahr einen geringeren Verlust gemacht als noch 2015. Laut einer Mitteilung der Flughafengesellschaft beträgt das Defizit für das abgelaufene Geschäftsjahr 14,1 Millionen Euro. Das sind 3,3 Millionen Euro weniger als im Jahr davor.

Als Gründe nennt Hahn-Geschäftsführer Markus Bunk das noch immer laufende Sanierungsprogramm und Einsparmaßnahmen.

Es dürfte das letzte Mal gewesen sein, dass die bisherige Flughafengesellschaft die Jahreszahlen präsentiert. Der Hahn soll spätestens im Mai offiziell an die chinesische HNA verkauft sein. Laut Bunk ist 2016 der Umsatz um 11,7 Prozent auf 32,2 Millionen Euro gestiegen. Wobei ein Großteil dieses Zuwachses durch den Verkauf der außerhalb des Flughafens liegenden ehemaligen Wohnareale der früher dort stationierten US-Soldaten erzielt worden ist. Das pfälzische Unternehmen ADC hatte die sogenannte Housing für 1,2 Millionen Euro gekauft. ADC hatte auch gemeinsam mit dem chinesischen Konsortium HNA erfolgreich für den Kauf des Flughafens Hahn geboten. HNA hat den rheinland-pfälzischen Anteil am Hahn (82,5 Prozent) für 15,1 Millionen gekauft. ADC will den 17,5-Prozent-Anteil von Hessen erwerben. Dieser Kauf ist aber bisher nicht zustandegekommen.

Insgesamt seien im vergangenen Jahr 2,5 Millionen Passagiere auf dem Hahn abgefertigt worden, heißt es in der Mitteilung der Flughafengesellschaft.

Statt wie sonst üblich in einer Pressekonferenz hat die irische Fluggesellschaft Ryanair unterdessen den ab November geltenden Winterflugplan nur in einer Mitteilung vorgestellt. Demnach erhöht sich die Zahl der Ziele von 31 im vergangenen Winter auf 36. Zu den neuen Zielen vom Hahn aus zählen ab Winter das israelische Eilat (der TV berichtete) und Plowdiw in Bulgarien.