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Hangsicherung nach Felsrutsch läuft weiter

Hangsicherung nach Felsrutsch läuft weiter

Fünf Wochen nach dem Felssturz auf Europas meistbefahrener Güterzugstrecke arbeitet die Bahn weiter mit Hochdruck an der Hangsicherung nahe dem Loreley-Felsen. Auch am Montag bohrten mit Seilen gesicherte Spezialisten und ein sogenannter Schreitbagger hoch über der rechtsrheinischen Trasse bei Kestert tiefe Löcher in den Steilhang, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Dort hinein werden weitere Felsanker für riesige Sicherheitsnetze gesetzt. Diese sollen zusammen mit einem sechs Meter hohen und rund 100 Meter langen Schutzwall für zusätzliche Sicherheit sorgen, wenn laut Planung am 2. Mai die derzeit blockierte Strecke bei Kestert zunächst eingleisig wieder in Betrieb genommen wird.

Zudem wurde am Montag nach Angaben der Bahn die ebenfalls bisher gesperrte parallele rechtsrheinische Bundesstraße 42 wieder freigegeben - sie soll vorerst nur tagsüber mit einer Ampelregelung einspurig befahrbar sein.

Am 15. März waren bei Kestert tonnenschwere Schieferplatten auf die Schienen gekracht. Verletzte gab es nicht. Die rechtsrheinischen Gleise zwischen Wiesbaden und Koblenz sind nach Angaben der Deutschen Bahn Teil von Europas meistbefahrener Güterzugstrecke zwischen Genua und Rotterdam. Seit dem Felssturz sind sie bei Kestert gesperrt. Die meisten Güterzüge werden linksrheinisch umgeleitet, manche laut Bahn aber auch auf Umwegen, die bis zu vier Stunden länger dauern. Für rechtsrheinische Bahnreisende gibt es Ersatzbusse.

© dpa-infocom, dpa:210419-99-267157/2